Nur die radikale Trennung der Judikative und dem Staat kann dem Terror des Staates Einhalt gebieten.
Das Buch Vom Geist der Gesetze von Charles de Secondat, Baron de Montesquieu wurde 1748, in der Frühzeit der Aufklärung, unter dem französischem Originaltitel De l’esprit des loix in Genf erstveröffentlicht. Die Erstveröffentlichung erfolgte anonym, weil Montesquieus Werke der Zensur unterlagen, und tatsächlich wurde das Buch 1751 auf den Index gesetzt. (aus Wikipedia)
Das bürgerliche Recht folgt nicht dem Geist der Gesetze, wie dieser von Montesquieu formuliert wurde:
Es gibt ferner keine Freiheit, wenn die richterliche Gewalt nicht von der gesetzgebenden und vollziehenden getrennt ist. Ist sie mit der gesetzgebenden Gewalt verbunden, so wäre die Macht über Leben und Freiheit der Bürger willkürlich, weil der Richter Gesetzgeber wäre. Wäre sie mit der vollziehenden Gewalt verknüpft, so würde der Richter die Macht eines Unterdrückers haben.“

MontesquieuVom Geist der Gesetze (elftes Buch, Kap. 6)


Vor allem Letzteres zielt auf die in allen bürgerlich verfassten Gesellschaften: Richter werden vom Staat bestellt, besoldet und verpflichtet. Richter haben die Macht eines Unterdrückers. Das gilt immer. Der Präsident des Volksgerichtshofes Roland Freisler ist geschichtliches Zeugnis dafür, dass Montesquieu das richtig erkannt hat.