Die Pest des Judentums,


darüber schrieb Erasmus von Rotterdam. Erasmus meinte nicht den Juden wie auch ich mit der Pest des Protestantismus nicht den Protestanten meine. Auf keinen Fall (sic!), und das muss immer betont werden wenn dieses ungemein vorbelastete Thema diskutiert wird. Auch geht es hier nicht um die Feindesliebe, die Matthäus (5) in der Bergpredigt uns lehrt. Wenn ich an das Volk der Juden denke spüre ich den Freund zuerst: Das Volk der Juden, ihre Musik, ihre Sprache und erblicke in ihren Gesichtern und Erzählungen die Herzlichkeit der Menschen; da muss der Matthäus nicht genannt werden. Aber ich bin noch während ich diese Herzen schaue belastet durch Auschwitz und das schnürt mir dann doch oft noch die Kehle zu. Deshalb kann ich nicht sagen, dass mein Verhalten gegenüber den Juden unbelastet ist.

Erasmus ist tot, ich lebe. Deshalb kann Erasmus sich nicht gegen den Verdacht, ein Antisemit zu sein, verteidigen. Ich werde ihn verteidigen.

Dieser Diskurs muss geführt werden sonst wird man mich vielleicht auch einen Antisemiten heißen. Hier sei einleitend der Vorwurf an Erasmus vorgestellt.

Nichts ist gefährlicher für die Erziehung des Christen als die übelste Pest, das Judentum.“ Das schreibe ich ähnlich: Nichts ist gefährlicher als die Pest des Protestantismus, dem die Pest des Judentums vorausging.

Vom Pöbel schreibe ich auch; allerdings wird dieser Begriff seit Immanuel Kant heute präziser verwendet. Die Schrift „Heronymus“ werde ich vorstellen und wie Erasmus bin ich der Überzeugung, dass denen, die den Protestantismus studieren, nicht getraut werden könne. Wie ich dem Ratsvorsitzenden der evangelischen Kirche Wolfgang Huber nicht traue, wenn er die Worte des Matthäus: „Selig sind die Friedfertigen“ in die „Friedverfertiger“ ummünzt, damit jetzt die Münze als Sold für die Soldaten taugt, die den Frieden besorgen werden.

Besonders werde ich dem Hinweis nachgehen, weshalb erst seit „Mitte der 1980-er Jahre“ dem Erasmus ein Antisemitismus vorgeworfen wird. Das hat politische Gründe und dafür kann der Erasmus nichts. Ich werde ausführlich, präzise und wissenschaftlich antworten. Eine Arbeit, die Zeit erfordert, die ich heute noch nicht habe. Der Kampf um die Eindämmung des Verbrennungskapitalismus und die Opfer der Exekutivgewalt in England und den USA fordern alle Lebenszeit derzeit von mir. Aber immer wenn ein Zeitfenster offen steht werde ich mich dem Nachweis widmen. Sollten aber Leser*innen diesen Nachweis für vordringlich erachten, werde ich auf Fragen hier antworten.

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