Vom kantischen Pöbel,


über den bisher schön öfters geschrieben wurde, muss hier ausführlich einmal berichtet werden. Der Bericht wird dauern, weshalb ich bitte, regelmäßig in Zukunft die Webseite endederrevolutionen.de/docs/poebel.html zu besuchen.

Für Leser von endederrevolutionen.de, die den Inhalt von „Ende der Revolutionen“ bereits erfasst haben, genügt zur Begriffsbestimmung über den kantischen Pöbel ein Textauszug aus Kants Schrift „Zum ewigen Frieden“:

Unter den drei Staatsformen ist die Demokratie, im eigentlichen Verstande des Wortes notwendig ein Despotism, weil sie eine exekutive Gewalt gründet, da alle über und allenfalls auch wider Einen (der also nicht mit einstimmt), mithin alle, die doch nicht alles sind, beschließen; welches ein Widerspruch des allgemeinen Willens mit sich selbst und mit der Freiheit ist.“

Damit wäre eigentlich alles gesagt und Immanuel Kant gehört in das Buch vom Ende der Revolutionen wie natürlich der Autor selber, obwohl dieser an Kant noch heftige Kritik üben wird. Kant war ein Rassist, das dürfen wir nicht vergessen.

Der Text wird umfangreich und wird wie manch anderer begonnener Text in Zukunft fortgeschrieben. Die Zeit drängt. Der Kohlenstoffdioxidgehalt der Atmosphäre steigt tagtäglich und völlig ungebremst weiter an. Das sind Fakten und keine Nachrichten; und über Fakten berichten sie ungern und selten verweisen sie auf Quellen. Die Nachrichten sind Teil der westlichen Wertegemeinschaft, die Fakten nicht. Sie kommen aber letztlich um die Fakten nicht herum, aber wir müssen uns immer um die Fakten kümmern.

Chelsea Manning sitzt in Beugehaft und Julian Assange soll den Richtern ausgeliefert werden, die Chelsea Manning in Beugehaft halten: Der Kampf gegen das Bürgerliche Recht geht vor. Das Bürgerliche Recht ist nicht zu heilen. Wer das nicht versteht, sollte sich wenigstens einem Diskurs darüber stellen; Keiner soll sagen dürfen, am Ende wieder nichts gewusst zu haben. Das behaupteten viele Menschen nach Auschwitz und Auschwitz darf sich nicht wiederholen.

Bitte helft mit, die Nachrichten und die Webseiten von endederrevolutionen.de zu verbreiten. Das Wissen um die großen Gefahren durch den Anstieg des CO2, die drohen, sowie der dargelegte staatstheoretische Ansatz einer Res Publica sollen bekannt werden: Die Leser dieses Weblogs werden zwar immer mehr, aber noch ist die Zahl zu gering. Alle sollten den Diskurs führen; deshalb noch einmal: Verbreitet bitte diese Seiten.

Zum kantischen Pöbel: Kant litt nicht unter der Pest des Protestantismus; im Gegenteil: Er verkörpert sozusagen den freien Willen des Erasmus von Rotterdam. Seine Schrift „De libero arbitrio“ erweist sich auch in allen Schriften Kants. Seine religionskritischen Schriften zeugen davon: „Himmlische Einflüsse in sich wahrnehmen zu wollen, ist eine Art Wahnsinn, in welchem wohl gar auch Methode sein kann (weil sich jene vermeinte innere Offenbarungen doch immer an moralische, mithin an Vernunftsideen anschließen müssen), der aber immer doch eine der Religion nachtheilige Selbsttäuschung bleibt“ und Kant stellt sich klar gegen die katholische Amtskirche, wenn er schreibt: „alles, was, außer dem guten Lebenswandel, der Mensch noch tun zu können vermeint, um Gott wohlgefällig zu werden, ist bloßer Religionswahn und Afterdienst Gottes.“

Ob Kant mit dem „guten Lebenswandel“ auch das „mutuum date nihil inde sperantes“ meinte, von dem Lukas sprach, ist nicht überliefert und wir wissen noch nicht einmal, ob er jemals überhaupt bei Lukas gelesen hat. Die Zeiten waren damals unsicher, so wie sie heute immer noch unsicher sind, wenn man sich öffentlich äußert. Das gilt jedoch nicht für rassistische Außerungen, die damals wie heute und eigentlich immer en vogue waren: Der Rassismus ist bis heute fundamental und das größte Übel, dass spätestens mit der ersten großen Pestwelle, dem Judentum, in die Welt kam. Das auserwählte Volk Israels, wie im Alten Testament berichtet, das einem Handbuch für Rassisten und Mördern gleicht, bildet ein Fundament des dort für alle Ewigkeit beschworenen Rassismus, der andauern wird bis er kommt, der Befreier, der aber nicht Mensch sondern Gott ist. So legen wir die Hände in Unschuld und folgen dem Inhalt des Alten Testaments: Auge für Auge, Zahn für Zahn. Und während ihr mir folgt, so steht es dort geschrieben, macht euch die Erde untertan. Ihr seid auserwählt als Vermittler zwischen mir, Gott, und meiner Schöpfung.

Das tun sie inzwischen fast alle gemeinsam und unterhalten sich im weltweiten System des Verbrennungskapitalismus. Dort scheint der Rassismus äußerlich überwunden und sie arbeiten unter dem Zwang der Kapitaleigner, die in der Regel mit den Eigentümer an Grund und Boden identisch sind, sprachlos zusammen. Sie verbrennen die sich in Jahrtausenden gebildeten brennbaren Stoffe dieses Planeten. Es ist nicht der freie Wille dieser Menschen, sie folgen als Knechte diesen Herrn, De servio abitrio; ein perfides System.

Mit Matthäus (MT 5,21-48) endete für die Nichtjuden diese erste Pestwelle: „Ich aber sage euch……..“ leitete das Neue Testament ein, das die Pestwelle des Judentums verdrängte. Für eine Zeitlang schien die Pest tatsächlich in Europa besiegt. Doch mit dem Konkordat des Jahres 1122 kann der Bazillus in mutierter Form wieder nachgewiesen werden, der sich anschließend langsam über die Jahrhunderte ausbreitete und Europa in einer Pestepidemie im 16. Jahrhundert heimsuchte, die bis heute anhält.

Kant versuchte sich in der menschliche Fähigkeit unabhängig von der Furcht vor dem Bazillus, rational zu denken und erhob die menschliche Vernunft schlechthin zur Richtschnur jedes Handelns. Er schloss aber bestimmte Rassen wie etwa die Neger davon aus. Diese, wie auch andere Rassen, könnten seiner Rasse, die unverkennbar im aufstrebendem Bürgertum ausgemacht werden konnte, wohl das Wasser reichen aber bitte in einer Schale und ordentlich serviert und keinesfalls als Mensch, wie er einer war. Das Bürgertum, das Kants praktischer Vernunft folgte (De servio abitrio) und in ihr das künftige Licht erblickte, das aus der Finsternis des Mittelalters endlich und ewiglich herausführen sollte, war erfolgreich, wurde reich aber scheiterte am Ende: In Amerika mit dem siebten Präsidenten der Vereinigten Staaten, dem Sklavenhalter und Demokraten Andrew Jackson, und in Europa mit dem Imperator Napoleon Bonaparte, der allerdings keine Sklaven hielt. Dieser wollte es besser als Kant wissen und verhalf Kants praktischer Vernunft zum Recht, das er ausarbeiten ließ. Damit konnte Immanuel Kant nicht rechnen. Er starb wenige Wochen bevor Napoleon Bonaparte zu seiner größten historischen Tat schritt und den Code Civil in die Welt einführte, den er als seinen „Code Napoleon“ unter die europäischen Völker mit Kanonen und Bajonetten einführte.

Mit dem Bürgerlichen Recht, das mit den Artikeln Kants in der Metaphysik der Sitten nicht verwandt ist, zertrat Napoleon Kants erst wenige Jahre zuvor erschienene Schrift „Zum ewigen Frieden“: Das Bürgerliche Recht begründete anders als Kant das lehrte ein allgemeines nationales Recht, das sofort in kriegerische Konflikte mit anderen nationalen Rechten geriet und mit der englischen Doktrin „Balances of Power“ quittiert wurde. Ein Frieden auf Erden, gar der Weg zum ewigen Frieden war jetzt definitiv ausgeschlossen. Das müssen wir als historisches Ergebnis der Französischen Revolution begreifen.

Kants Ideen wurden nicht nur durch Napoleon missbraucht. Zunächst schien es, als könnten sie in den Vereinigten Statten von Amerika dauerhaft Fuß fassen. Mit Thomas Jefferson fanden Kants republikanische Ideen einen wahrhaften Vertreter des Bürgertums, das auch zunächst das politische System der Neuen Welt prägte. Es hätte dort Geschichte schreiben können. Aber es dauerte nicht lange bis Andrew Jackson als erster Demokrat und Sklavenhalter, wie Thomas Jefferson einer war, in seiner Regierungszeit von 1829 bis 1837 das System „one man, one vote“ als gefeierter Volkstribun durchsetzte. Der Pöbel feierte ihn und seitdem wird auch dort das Regierungssystem des Pöbels gefeiert, das wir heute unter dem Begriff „Demokratie“ im einer Verfassung festschreiben. Das kant´sche republikanische System taugte vermutlich nicht zur Deportation der fünf Indianervölker, die mit mit vorgehaltenem Gewehr in ein „Indianerterritorium“ westlich des Mississippi geführt wurden und auf diesem „Pfad der Tränen“ den Tod vieler ihrer Kinder, Frauen und Männer beklagen mussten. Sie wären wohl nicht im Namen der Mächtigen, den wohlhabenden Bürgern und Sklavenhalter der Vereinigten Staaten von Amerika, gestorben. Mit der Demokratie aber starben sie jetzt im Namen des Staatsvolks der Amerikaner, dem jetzt das Blut der indigenen Völker für immer am Hals klebt wie das Blut der Bauern Luther schon am Hals trug, und sie jetzt alle immer das Blut der Völker am Hals tragen werden, solange es den Protestantismus gibt. Wie der evangelische Ratsvorsitzende Wolfgang Huber zum 500sten Jahrestag der Reformation predigte, müssen die Friedfertigen, von denen Matthäus in der Bergpredigt schreibt, künftig als Friedferfertiger verstanden werden.

Der Pfad der Tränen wird in ständiger Erinnerung bleiben solange es das Bürgerliche Recht gibt. Neben den Erinnerungen an „die Steine weinten“ und den Erinnerungen an die unzähligen übrigen Leiden der Kinder, Mütter, Väter, der ganzen Völker und über Auschwitz hinweg an vielen Friedhöfen und unbekannten Orten vorbei, an denen sie aber einmal gelebt haben. Dort werden sie einen festen Platz im ewigen Erinnern behalten, das uns Orientierung auf dem Weg zur Befreiung ist.

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