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Über das Herablassen der Zugbrücke bestimme allein ich oder die Meinen.

Sie haben das Gesetz geändert und sich zum Schutz meiner Burg verpflichtet.

Am 19.03.2022 als vorläufiger Text geschrieben.

Jetzt hätte der Staat außerhalb meiner mir zugestandenen Nutzungsflächen die Pflicht, mich zu schützen. Wie früher im Mittelalter die Burgen der herrschenden Familien und Ritter den Menschen Schutz boten, trete künftig der Staat an die Stelle des Beschützers. Nicht wir schützen den Staat, der heute noch einer fremden Burg gleicht, sondern die neuen Burgherren schützen uns.

Die Revolutionen wären endlich vorbei: Der Fürst ist tot. Jetzt gäbe es keine Palastrevolutionen mehr. Er bleibt tot. Mausetot

Der Staat und das Kapital blieben ab jetzt außerhalb meiner Wohnung oder meines Hauses. Ich könnte die Fenster und die Türen schließen und sehe dann nur noch das Innere meiner Räume. Krieg und Frieden würden draußen stattfinden und ich weiß, dass nationale Grenzen dabei für die Menschen da draußen heute keine Rolle mehr spielen. Weder das Fernsehen oder irgendwelche Medien und keinesfalls eine Werbung könnten mich erreichen, wenn ich das nicht will. Keine Zustimmung zu Datenschutzbehauptungen. Die Datenschützer müssten abtreten und keiner hätte mehr das Recht, mir Cookies zu spenden.

Das Gesetz garantiere mir meine Autonomie auf jenen 100 Quadratmeter Fläche, die der theoretische Entwurf von endederrevolutionen.de vorsieht. Es könnten natürlich mehr oder weniger sein. Darüber würden allein die Wählerinnen und Wähler des kantischen Pöbels einmal abstimmen. Ständen mir Frau und Kind beiseite, bildeten wir also eine Familie, dann wären es sogar 300 Quadratmeter und auch die übrigen Flächen, die wir wie früher weiterhin nützen könnten, verblieben uns als autonome Flächen und wären damit ähnlich den fürstlichen Residenzen früherer mittelalterlicher Zeiten.

Das Recht auf Autonomie bildet sich allein durch das Gesetz ab. Der Rechtsstaat, der durch dieses Recht eine echte, goldene Krone erhalten würde, wirke jetzt völlig anders, als das diese Faschisten um Alfredo Rocco sich einst erträumt haben und heute kurz vor der Verwirklichung stehen.

Das Recht auf Autonomie bildet sozusagen die Zugbrücke, die ich hochgezogen lassen könnte, selbst wenn der Gerichtsvollzieher vor der Türe stände. Jetzt müsste er draußen Platz nehmen und ich werde allen, die vor der Wohnungseingangs- bzw. der Haustüre warten, eine Bank hinstellen.

Das taten meine Vorfahren nicht, als ihre Burgen belagert wurden. Und ich werde ihnen neben meiner Bank die Bergpredigt zum Lesen hinlegen. Sie sollen mich, der beim Nazarener gelesen hat, bevor er diese Bank da hinstellte, besser verstehen können und sich auf den Besuch und auf das Gespräch mit mir vorbereiten. Sie müssen es aber nicht. Ein Protestant liest bei Paulus und nicht die Bergpredigt. Würde er die Bergpredigt sinnverstehend lesen, er würde sich regelmäßig beim Lesen des Römerbriefes erbrechen und das will ich verhindern. Das Erbrochene müsste ich ja selber wegschaffen.

Natürlich hat der Besucher, der mich knechten will, auch in diesem neuen Staat gute Chancen, dass die Zugbrücke einmal heruntergelassen wird. Auf 100 Quadratmeter, wenn ich allein lebe, können nicht viel Lebensmittel gebunkert werden und die Pflicht, durch einen Knopfdruck ein Einlassbegehren abzulehnen, erinnert mich daran, dass der Nazarener am Abend, bevor er das Kreuz tragen musste und danach den grausamen Kreuzestod starb, verraten wurde, wie auch ich heute noch vn vielen der Menschen, die unmittelbar mit mir leben, verraten werde. Heute aber weiß ich, dass alles auch ganz anders sein könnte und wirklich etwas selbst gegen mich vorliegt. Ich lebe nicht allein und kenne meine Nachbarn. Dieses Recht verbliebe natürlich bei der Gemeinschaft, die außerhalb meiner Wohnung oder meines Hauses ein Recht hat, dass das Brotgeld und der Preis für den Wein, die beide vielleicht einmal nicht bezahlt wurden, dass bei ihnen dieses Recht verbleibt, das nicht bezahlte Geld einzutreiben.

Jetzt aber müsste selbst der Bäcker warten. Das Recht auf Autonomie wöge jetzt höher als das Recht auf sofortigen Vollzug. Der Bäcker hätte es ja sowieso viel besser: Er backt das tägliche Brot selber. Er hungert nicht, solange die Gemeinschaft da draußen für ihn da ist.

Dieses Recht, dort auf der Bank Platz in Gestalt des Gerichtsvollziehers Platz zu nehmen und täglich den Knopf zu drücken, der mir signalisiert, dass einer, der dem Staat dient und seinen ersten Schutzbefohlenen darstellt, der Einlass begehrt, wäre ein Beispiel eines Verfahrens in diesem grundsätzlich geänderten Staat. Dem Staat nach dem Ende der Revolutionen wäre das Recht geblieben, falls das Begehr auf Einlass nicht durch einen entsprechenden Knopfdruck verneint würde, die Türe gewaltsam zu öffnen.

In diesem Fall hätte ich auf mein individuelles Recht einer freien Willensentscheidung "De libero arbitrio" verzichtet. Jetzt dürften die Polizeibeamten, die der Gerichtsvollzieher ab jetzt erst bestellen dürfte bitten, die Türe mit allen verfügbaren Mitteln zu öffnen. De servo arbitrio.

Antworte ich auf sein Einlassbegehren einmal nicht wie gesetzlich innerhalb einer definierten Frist vorgesehen, ist er verpflichtet, die einzige ihm verbliebene Fürsorgepflicht auf die Bewahrung autonomer Nutzungsbereiche auch wenn nötig mit Gewalt durchzusetzen. Das Recht auf allgemeine Autonomie stände über dem Recht auf persönliche Autonomie. Dann würden sie die Türen öffnen.

Ich hätte mich ja auch für den Tod entscheiden können. Dann dürften sie mich anschließend sogar verbrennen.

Der Fürst wäre tot. Aber noch gilt und solange wir mit unserer in der Bundesrepublik Deutschland noch per Grundgesetz geschützten Erststimme unserer Willensfreiheit gerade mit der Wahl von Direktkandidaten das System des theoretisch bereits ausgearbeiteten virtuellen Zweikammersystems nicht umsetzen gilt: Der Fürst ist tot. Es lebe der Fürst.