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De servo arbitrio

entgegnete der Knecht Paulus, Knecht Jesus Christus. Kurz: Dr. Martin Luther.

Sie lebten nicht im selben Jahrhundert, aber sie predigten ähnlich. Das ist verständlich; beide sind Träger des Bazillus.
Ersterer ahnte, dass seine Worte Krieg bedeuten, der dann ja auch kurze Zeit später dreißig Jahre lang mit unzähligen Opfern in ganz Europa tobte. Letzterer wusste, dass er von diesem Bazillus befallen ist; er litt unter der Pest, sagte es aber nicht. Das ist unverantwortlich, er riskierte, dass andere angesteckt werden.
Die Ratten laufen heute weltweit überall herum.
Ob Frau Dr. Angela Merkel diesen Bazillus bereits in sich trug, ist zwar mit Sicherheit anzunehmen; wir wissen es aber nicht. Sie ist aus protestantischem Haus und deshalb darf das auch vermutet werden. Falls das anders war, hat sie sich spätestens am 11. September 2002 angesteckt. Das erkennen wir an ihrer Ablehnung des "Alleingangs", den die Amerikaner ungern, aber von der Pest schwer gezeichnet, vorhatten und natürlich wussten, dass sie sich auf ihre protestantischen Brüder in Großbritannien verlassen konnten; sie litten ja ebenfalls schwer unter derselben Krankheit. Die Glaubensschwester Frau Dr. Angela Merkel wollte ebenfalls mit dabei sein und berief sich auf ihren Glaubensbruder und Prediger, dem evangelischen Bischof und früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber. Im Berliner Dom predigte er am 11. September 2002, genau ein Jahr nach dem hoch traumatischen Datum 11. September 2001, und benutzte, anders als Luther das vermutlich getan hätte, nicht den Apostel Paulus, sondern den Evangelisten Matthäus. Hätte er wie Luther nur den Paulus gepredigt, wäre es kein Verbrechen gewesen. Aber die Worte, die er aus der Bergpredigt des Evangelisten Matthäus entnahm, entartete er zu einer Anstiftung zum Krieg: "Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden." Matthäus aber schrieb anders: Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das Himmelreich ist ihr (Mt.5). Er behauptete nach dieser entscheidend veränderten Frohbotschaft, dass diese klaren Worte des Evangelisten oft als Aufforderung verstanden werden, Unrecht einfach hinzunehmen. Doch das sei ein Missverständnis. Es gehe Jesus, dem Bergprediger, nicht darum Gewalt und Unrecht passiv hinzunehmen. Beides aktiv zu Überwinden, sei das Ziel."Selig sind die Friedensstifter und nicht die Friedfertigen." "Die Friedensverfertiger" und heute wohl unter den Forderungen des praktischen Klimaschutzes allen wieder voran das Militär, die PAX Christi. Das sei die entscheidende Botschaft der Bergpredigt.

Martin Huber legte nach. Ein Jahr nach dem 11. September sei unserer Welt zu wünschen, dass es zu einer Achse des Friedens käme. Er benutzte nicht die Worte der amerikanischen Präsidenten, der seither die Protestanten anführt und sie von der Achse des Bösen sprechen lässt. Er meinte aber vermutlich dasselbe. Denn auch der Frieden ließ sich in einer globalisierten Welt nur noch global sichern. Mit dieser Predigt hat Bischof Huber Angela Merkel das Stichwort geliefert, das Wort "Friedensstifter" in jenem Sinne auszulegen, dass die demokratie-liebenden Staaten sich zusammentun müssten, um einen Diktator zu bestrafen, der mit "9/11" im Übrigen gar nichts zu tun hatte. Und wenn man bedenkt, wie der sogenannte "War on Terror" inzwischen den ganzen Nahen Osten in Flammen gesetzt hat, dann werden die Worte "Friedensstifter" und "Achse des Friedens" in diesem Zusammenhang zu grausamen Phrasen und Halluzinationen, die vom akuten Verlauf der Pest des Protestantismus wie der weitere Anstige des CO2 ausgelöst werden. Zwei Tage später, am 13. September 2002 war allen klar, die diese Pest studiert haben und kannten, dass Dr. Angela Merkel sicher von ihr befallen war. In ihrer Rede im Bundestag hob sie hervor, dass die Globalisierung von den Menschen verlange, "er das Verhältnis von innerer und äußerer Sicherheit" neu zu denken habe. Beide seien nicht zu trennen, und beide könnten wir für unsere Länder nur durchsetzen, wenn wir eine Allianz der Staaten dieser Welt, die Demokratie und Freiheit wollen, bildeten: "Und am 11. September haben wir alle in einem beeindruckenden Gottesdienst im Berliner Dom der Opfer des 11. September gedacht. Bischof Huber hat gesagt: Selig die Frieden stiften, denn sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt" [..] Er hat uns die Bergpredigt ausgelegt. Er ist ein evangelischer Bischof. Seine Aufgabe ist es, den Willen Gottes dem einfachen Menschen nahezubringen, De servo arbitrio.

Die Oppositionsführerin Dr. Angela Merkel hielt also den damaligen US-Präsidenten, George W. Bush und den britischen Premier Tony Blair mit ihrer Allianz der Willigen für "Friedensstifter" im Sinne der Bergpredigt. Aber der Frieden wurde nicht gestiftet und es war für vernünftige Menschen schon damals absehbar, dass der Frieden nicht mit völkerrechtswidrigen Angriffskriegen und Bomben gesichert werden darf. Heute versinkt nicht nur der Irak in Chaos und Gewalt, der Frieden wurde nachhaltig weltweit zerstört; und Gottes Wille geschehe? Gott liebt seine Schöpfung. Er lässt den Willen den Menschen. Dafür hat er diese Welt erschaffen. Er mischt sich nicht ein. An dieser Stelle müssen wir uns entscheiden: De libero arbitrio. Gegen den Protestantismus, der einer Blasphemie gleichkommt. Für den freien Willen des Einzelnen und unsere Stimme allein für die Erststimme bei politischen Wahlen erheben. Diejenigen wählen, die zum Beispiel einem bedingungslosen Grundeinkommen in den Parlamenten zustimmen könnten und für das moralische Verbot werben, der Versuchung des Teufels nachzukommen: Zu widerstehen, ein Kreuz auf der Liste der Zweitstimme ! De servo arbitrio ! zu setzen. Für die Politik der Inhaber von Landeslistenplätzen der politischen Parteien ist der Nazarener bestimmt nicht gestorben! Dafür sollten auch wir nicht sterben.

Frau Dr. Merkel fordert eine weltweite CO2-Bepreisung: Billiarden von angehäuftem Vermügen, investiert und militärisch sowie juristisch gesichert im Grund und Boden der Erde, werden eines Tages die Menschheit beerdigen. Dr. Angelika Merkel ist wahrhafte Protestantin. Sie verachtet die Askese. Am 11. November ist St. Martin. Es wird Zeit: Teilen wir persönlich was wir haben mit den Armen weltweit. Nur das ist wahrer Klimaschutz und politisch muss immer wieder an Lukas erinnert werden. Das Nicht-Wir sollte sofort und persönlich aufhören zu konsumieren. Was nicht unmittelbar zum Leben benötigt wird, verweigert den Konsum und verweigert die Annahme von Dienstleistungen. Vor allem muss die Mobilität überwunden und Schritt für Schritt wieder abgeschafft werden. Das hilft kein Glauben an Alternativen wie etwa dem E-Auto. Künstlicher Treibstoff, der mehr CO2 bindet als dieses Gas erzeugt, schafft: Der Mensch ist mit fast 8 Milliarden Menschen auf die moderne Landwirtschaft angewiesen. Diesen Treibstoff benötigen die Lnadwirte; wir benötigen ihn nicht. Und immer soll gelten: "Was Du dem Geringsten meiner Schwestern und Brüder getan hast, das hast Du mir getan." Gibt es einen schöneren Satz und Wegweiser in der Weltgeschichte?