Aktuelles

15.08.. Trump und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ein Nachruf.

09.08.: Das 1. Kapitel zu Netzknoten lässt zunächst noch unreflektierte Überlegungen im Text „Netzwerke“ offen. Sie sind dort kursiv dargestellt und noch vorläufig. Das Interesse an den aktuell viel wichtigeren Überlegungen zu konkretem menschlichem Handeln in alternativen Netzwerken überwiegt deutlich das akademische Interesse, und die Überprüfung des kursiv gestellten Textes muss erst einmal zurückstehen.

07.08.: Das Manuskript des dritten Buchs von Ende der Revolutionen wird auch heute überarbeitet und auch das Impressum wurde erweitert. Tagesaktuelle und weitergehende Überlegungen werden hier vorgestellt. Alle künftigen Aktivitäten des Autors werden der Ausarbeitung von Netzknoten gewidmet. Die Methode ist durchaus fragwürdig, weil allzu oft gerade geschriebenes wieder einem anderen Gedanken Platz machen muss, auch, weil parallel das Manuskript des Dritten Buches „Über den Weg“ überarbeitet und neu geschrieben wird. Diese unreflektierte Methode ist den Unruhen, die täglich durch die Maßnahmen des Staates in Bezug auf die (nichtstaatliche) Corona-Pandemie entstanden ist, geschuldet, die vermutlich den unumkehrbaren Niedergang des bürgerlichen Staates einläutet und reale Chancen eröffnet, endlich einen zivilen Staat zu schaffen.

Die konkrete Beschreibung, wie notwendige nichtstaatliche Netzwerke und nichtstaatliche Organisationen (NGOs) grundsätzlich aufgebaut sein sollten, war ursprünglich nicht im Manuskript „Ende der Revolutionen“ enthalten. Angesichts des Urteils vom 10. April 2020, das der Zeitenwende um das Jahr 2000 höchstrichterlich die Krone aufsetzt, ergänzt derzeit der Autor sein Manuskript.


03.08.: In Berlin demonstrierten am 01.08. mehrere zehntausend Individualisten zusammen mit den Getreuen des bürgerlich verfassten Staates. Ihr Protest gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatte sie auf die Straße getrieben. Rechte, Linke und die Kleinbürger in der Mitte; als Wutbürger vereint und ohne Maske skandierten sie dem Aufruf zumTag der Freiheit, wie diesen Leni Riefenstahl bereits im Jahr 1935 auf der Zeppelinwiese in Nürnberg eindrucksvoll für die Wehrmacht früher einmal in Szene setzte.

Sie haben diesmal keinen Weg vor sich und die Verwalter des bürgerlichen Staates können beruhigt feststellen, dass der Staat in diesen Köpfen sicher verankert ist, wie in allen Köpfen, die ihn als Obrigkeit natürlich anerkennen und gegen ihn demonstrieren. Jetzt spricht erst einmal die Presse und der Kantsche Pöpel darüber. Er wird sich wieder beruhigen und an einem Sonntag, wenn zur Wahl gerufen wird, werden diese Angehörigen des Kantschen Pöpels sich wieder einzeln in eine Wahlkabine begeben und ihr Kreuz machen.

Der Riss, der heute durch die Gesellschaft geht, wird immer deutlicher. Die einfachen vernünftigen Menschen diesseits und die Obrigkeitshörigen jenseits. Letztere wollten an diesem Tag der Freiheit dem Staat die Stirn bieten. Sie wissen nicht, dass sie mit ihrem Protest, der die diesseitigen Menschen völlig außer Acht lässt, dem Staat die höchste Anerkennung zollen.

Der Staat hat mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch allen Menschen den Fehdehandschuh hingeworfen. Pardon, eine aufklärerische Schrift sollte nicht verdinglichen: Der Staat kann keinen Fehdehandschuh irgendwo hinwerfen. Napoleon Bonaparte hat in der Manier eines römischen Imperators den Fehdehandschuh den Völkern hingeworfen. Der einzelne Mensch wäre gut beraten, sich nicht zu bücken und diesen aufzuheben. De libero arbitrio.

Die Entscheidung aber, den Fehdehandschuh aufzunehmen oder liegen zu lassen, nimmt dir, Einzelne, Einzelner, keiner ab. Es ist eine absolut persönliche Entscheidung, die keine politische Partei kennt.

Der Veranstalter dieser Demonstration wird wegen seinem Ungehorsam gegenüber der Obrigkeit wohl bestraft und wird die Strafe nicht bezahlen können. Die Teilnehmer der Demonstration sind ausgemachte Egoisten, die selber wissen, was Sache ist und entsprechend handeln. Die werden für den Veranstalter nicht einstehen und die meisten werden ihn im Regen stehen lassen.


Zeit, um Texte zu überarbeiten. In dieser Woche das Vorwort und den Text über den Weg „was tun?“. Danach soll ein Text folgen, der sich mit dem Aufbau von Netzwerken beschäftigt, die konsequent sich der Kontrolle durch den Staat entziehen und sich wieder vermehrt der Kritik des bürgerlich verfassten Staats widmen. Ein Weg, um vorzusorgen, damit die kommende Krise persönlich gut überstanden werden kann.


30.07.: Das Manuskript „Ende der Revolutionen“ wurde vor der Corona-Pandemie geschrieben und wird derzeit aktualisiert. Gleichzeitig machen sich bedenkliche Tendenzen in der Gesellschaft bemerkbar, auf diese unabhängig von der Corona-Pandemie eingegangen werden muss: Faschistoides Denken in breiten Teilen der Bevölkerung. Auf die zum Teil sympathischen Anmerkungen der Querdenker muss weniger, auf offensichtliche Tendenzen aber verstärkt eingegangen werden. Wenn ein Unternehmen wie Twitter die Tweets von Politikern wie Donald Trump sperrt, verstößt das Unternehmen gegen das Menschenrecht der Meinungsfreiheit. Herr Trump mag ein Lump sein, ein Spinner oder sonst etwas, nichts rechtfertigt solche Maßnahmen. Wohl wäre ein Siegel denkbar, das bestimmte Meinungen von Politikern oder anderen Menschen etwa mit dem Vermerk „Nicht herrschaftsfähig“ kennzeichnet: Alle Leser*innen der Blogs und Tweets wären aufmerksam und auch die Texte von endederrevolutionen.de würden endlich mit einem Stempel hervorgehoben.


28.07.: Ein wichtiger, aber früher noch unverständlicher und wirrer Text zum Rechtsstaat wurde korrigiert. Die mit dem Text verlinkten weiteren noch unkorrigierten Texte werden folgen.

26.07.:Ein früherer Text wurde weiter überarbeitet und mit einem sehr wertvollen Vortrag von Christine Zunke verlinkt.

Es gibt eine Fülle hervorragender Texte, die nur den Nachteil haben, dass sie nur von wenigen Menschen gelesen werden. Zum Einen, weil der typische Lohnarbeiter dafür keine Zeit hat und es sich ohnehin um akademische Texte handelt. Zum Anderen klären diese Texte auf, helfen aber nicht, weil sie das verfasste politische System, den bürgerlichen Staat, nicht grundsätzlich in Frage stellen. Grundsätzlich bezüglich der Eigentumsverhältnisse, die zwischen den einfachen besitzlosen Menschen und den Besitzenden bestehen und daran ändert keine Vermögensabgabe und keine Politik etwas.

Das „negative Potential“ indes bleibt er, der Lohnarbeiter, der diesen Staat am Leben hält. Deshalb sollten die Texte sich ändern. Einfache Texte aber sind sehr schwierig zu verfassen. Deshalb müssen sie mehrfach und in klaren Zeitabständen immer wieder überarbeitet werden. Das Bemühen um ständige Verbesserungen soll für zuvor entworfene wirre Texte entschuldigen, und die Leser*innen sollen der Bewegung um einen herrenlosen Boden treu bleiben, denn anders ist das Klima der Erde nicht mehr zu retten. Gegen die herrschenden Gedanken zu schreiben, ist sehr schwer.

22.07.: Sie verhandelten um Steuermilliarden, die nicht zurückzuzahlen sind. Sie haben einen Kompromiss gefunden. Man könnte meinen, dass endlich die Vernunft eingekehrt sei und Lukas sie alle überzeugt hat. Irrt euch nicht: Das ist nicht Lukas, der ihr Handeln leitete. Sie verhandelten um die Rettung ihres irrationalen Systems. Lukas allerdings wäre durchaus angebracht gewesen, all das fiktive Kapital, dass über Jahrhunderte von den Besitzenden angehäuft wurde, in einem System eines geeinten Europas der Regionen aufzulösen. Das wertlose Geld der Vermögenden, das diese heute in allerlei Dienstleistungsunternehmungen und Finanzprodukten zirkulieren lassen, hätte hervorragend zur Bewältigung der unmittelbaren Folgen der nach wie vor herrschenden Corona-Pandemie genutzt werden können und würde endlich aufgezehrt von denen, den heute das wirkliche Geldwegen der Pandemie fehlt.

Wertloses Geld, um ein menschliches Europa zu schaffen, einen Neuanfang unter neuen Voraussetzungen: Dem vorrangigen Schutz der Natur. Jeden Geldbetrag wäre es wert.

Aber die modernen Staatenlenker wollen nicht die Natur retten; im Gegenteil, sie werden weiter die Natur zerstören!

Sie wollen lediglich schnell wieder die Verbrennung fossiler Stoffe für die Produktion von Waren und Dienstleistungen hochfahren. Die Zeit, in der vieles still stand, in der sich die Natur weltweit wenigsten ein klein wenig erholen konnte, soll schnell vergessen werden. Auf zur Arbeit, rufen sie.

Noch halten die Börsen einigermaßen die Kurse. Die moderne Börse, die mit dem Protestantismus im 15. Jahrhundert gegründet wurde und inzwischen das Leben der Menschen weitgehend bestimmt, gibt den Takt vor. Nicht Gott gibt den Takt vor, längst hat das Finanzkapital mitsamt seinem Götzen Staat seine vermeintliche Rolle eingenommen. Das war nicht schwer, denn der Gott, den Paulus lehrte, war sein Produkt und damit ein wahrhafter Götze. Gott aber ist anders.

Der Mensch, wenn er natürlich bleibt, wird sich deshalb dasDe libero arbitrio“, das Erasmus nach Augustus noch einmal deutlich gegen die Protestanten wandte, bewahren. Der Mensch ist kein Hund, der willenlos gehorcht. Da können sie in allen Medien schreiben, TV-Sendungen produzieren und die Lehrer erziehen; der Mensch wird nicht willenlos funktionieren. Die Natur selbst und seine menschliche Natur wird antworten.

Der Götze Staat mit all seinen Vasallen muss aber überwunden werden, wenn der Mensch auch in Zukunft leben will. Gewaltlos und mit dem Stimmzettel; es wäre so einfach.

Willenlos warten? Der Einzelne hat die Macht, mit deutlichem Konsumverzicht persönlich und täglich zu antworten. Noch mehr, er kann bei und mit anderen für einen weitgehenden Konsumverzicht werben. Damit würde er zu einem hervorragenden unpolitischen Wahlhelfer: Er würde für das Überleben der Menschheit werben. Die Produktion von Waren und Dienstleistungen könnte sinken und freie Zeit würde natürlich entstehen.

Ja, ein Tal der Tränen muss gegangen werden: Arbeitslosigkeit und Streit ums tägliche Brot, um ein Dach über dem Kopf; politischer Kampf allemal, alles liegt vor uns, aber wir würden leben.

Utopie, rufen die Grünen und Sozialdemokraten, Anarchie die übrigen.

Wir könnten mit Matthäus und Lukas antworten.

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