Auf dem Weg


Auf dieser Webseite (http://www.endederrevolutionen.de/docs/weg.html werden nach und nach Überlegungen niedergeschrieben, die den Weg zu einem herrenlosen Boden praktisch gestalten könnten. Die Maxime auf dem Weg ist das Vertrauen. Dieser Begriff sollte nicht abstrakt bleiben. Grundlagen des Wegs sind unter der Kategorie „Über den Weg“ beschrieben.

Um die Maxime des Vertrauens zielsicher umsetzen zu können, bedarf es eines Kompasses. Dieser ist nicht käuflich, er muss gelebt werden.

Zum letzten Mal sei aus dem Neuen Testament zitiert und ausnahmsweise nicht der Matthäus oder der Lukas sondern der Johannes:

Herr, wir wissen nicht, wo du hingehst; wie können wir den Weg wissen?“ Da sind wir beim Problem.

Wir sind keine Herren. Wir sind auch keine Knechte. Auch der Nazarener war kein Herr. Christus allein war der Herr! Der taugt wie der Johannes nicht. Wir müssen gemeinsam lernen wohin wir hingehen.


Der gemeinsame Kompass muss aber in folgende Richtung zeigen:


Der Verbrennungskapitalismus muss enden.

Der Wert des Anteils von CO2 in der Atmosphäre muss wieder auf 280 ppm fallen; ein Gleichgewicht der Auf- und Abgabe dieses Gases muss wieder hergestellt werden. Der Mensch hat es gestört, der Mensch selber muss es wieder richten.

Eine Welt ohne Atomwaffen muss erreicht werden. Am 21.04.2020 wurde der F-18-Deal bekannt. Deutschland kauft 45 amerikanische Kampfjets, die mit amerikanischen Atombomben bestückt werden können; Deutschland müsse sich die Option einer „nuklearen Teilhabe“ eröffnen. Das hat die Verteidigungsministerin gesagt. Das hat eine Frau gesagt; Herr Esper hat ihr gesagt, dass das so im NATO-Vertrag stehe, die Verbündeten müssen im Kriegsfall Zugriff auf die Atomwaffen der USA haben. Die nukleare Teilnahme Deutschlands an einem Atomkrieg entspricht dem Recht und ist ausdrücklich durch den Rechtsstaat geschützt. Da ist ein Rechtsmittel ausgeschlossen, das ist Gesetz.


Wenn die Richtung ausgemacht ist sind wir auf dem Weg. Weitere Imperative soll es auf dem Weg nicht geben. Was diejenigen, die auf dem Weg sind verbindet, ist das Vertrauen, dass es gelingen kann. Nach außen sollte mit Imperativen gewirkt werden.



Thesen:

I.) Die Grundlage des Verbrennungskapitalismus ist das Recht auf Privateigentum an Boden (nicht an Produktionsmittel); das Recht auf Privateigentum von Grund und Boden muss enden.


II.) Die direkte Folge des Privateigentums an Boden ist eine ständige Ausbildung und Vertiefung der Arbeitsgesellschaft; sie muss enden. Ein lebenswertes Maß eines notwendigen Mindestmaß der Arbeit muss gefunden werden.


III.) Die Ausbildung der kontinuierlich sich ausbreitenden Arbeitsgesellschaft (der Mehrwertproduktion) besorgt der Faschismus. Er leistet dies in der postmodernen Fassung des Rechtsstaats. Der Faschismus muss enden. Die Gesetze müssen geändert werden. Die Verfassung muss geändert werden. Die Zelle, mit der dieser Bazillus seinen Stoffwechsel besorgt, ist die Behauptung einer auch nur denkbaren Rechtspersönlichkeit des Bodens der Erde. Diese Behauptung muss enthauptet werden.


IV.) Nur der gemeinschaftliche Verzicht auf die Abgabe der Zweitstimme bei demokratischen politischen Wahlen kann politische Veränderungen bewirken. Die Erststimme wird gegeben im Vertrauen, dass die Kandidatin oder der Kandidatin, wenn es zu der entscheidenden Abstimmung über die Streichung des Bodens aus dem Sachenrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches kommt, der eigenen Willenserklärung, die doch repräsentiert wird, nachkommt.


Das sind die ersten Thesen. Auf dem Weg sollte über diese Thesen ein Diskurs geführt werden. Weitere Thesen sollten formuliert werden.


Vieles könnte heute bereits auf den Weg gebracht werden. Es sind persönliche Überlegungen, die allein der Orientierung dienen; es muss ein Anfang gemacht werden. Vom bloßen Reden oder Schreiben ist noch keiner satt geworden.


Allgemein: Mit dem Aufbau lokaler (bäuerlicher) Netzwerke könnte eine Versorgung mit Grundnahrungsmitteln mittelfristig sichergestellt werden. Überhaupt sind umfangreiche Netzwerke nichtstaatlicher Art der beste Garant für ein weitgehend freies Leben. Für eine sogenannte Postwachstumsgesellschaft wird immer wieder auf die Notwendigkeit von NGO (Nichtregierungsorganisationen) hingewiesen. Das ist richtig. Aber: Gerade die NGOs müssen eine neue Kultur des Vertrauens im Besonderen mit auf den Weg bringen. Eine NGO, die keine völlig transparente Bilanz veröffentlicht, ist eine staatliche Organisation. Eine griffige und stets gültige Formel. Die Juristen sagen, die NGO ist anders definiert. Das mag stimmen. Juristen und Vertrauen sind jedoch unvereinbare Begriffe. Pech für die Definition.

1. Vorschlag: Die kannibalische Weltordnung (Jean Ziegler) wird unterstützt u.a. durch Spenden. In den Ländern, in denen Spenden sehr viel helfen würden, herrschen die Politiker. Die verlangen oft völlig unbegründete Visagebühren; sie sorgen für ihren Wohlstand. Um diese Kosten zu umgehen bieten sich private Dienstleister an. Sie wollen die Spenden auf verschiedene Art und Weise ins bedürftige Land bringen. Oft bringen sie inzwischen die Spenden ins eigene Land; die Zeiten ändern sich. Spenden sollten ab sofort nur noch unter der Voraussetzung, dass Vertrauen da ist, geleistet werden: Eine vollständige Veröffentlichung der Bilanz des Dienstleisters muss vorliegen.

2. Vorschlag: Die Senkung der Produktion von Konsumgütern muss drastisch gesenkt werden. Die Folgen können ausgemacht werden. Der Weg wird steinig und dornig.

3. Vorschlag: Das skizzierte binäre Geldsystem wird gemeinsam weiter entwickelt.


Was kann sofort getan werden? Am 10.04.2020 sprach der Despot, ab dem 20.04.2020 sprechen diejenigen, die auf dem Weg sind. Stimmen von denen, die auf dem Weg sind: (mail to mschwegler@endederrevolutionen.de)

P.S.) Es wäre einen eigenen Text wert gewesen. Die Nachricht aus Frankreich: Sie müssen Atomkraftwerke abschalten. Endlich ! Nicht die Vernunft zwingt sie, das Virus zwingt sie. Jetzt wird weniger gearbeitet. Weltweit wird weniger verbrannt; es wird weniger Kohlenstoffdioxid erzeugt. Wir sehen momentan das Fernziel: → Weltweit weniger Arbeit. Weltweit mehr Leben. Dafür muss das Virus besiegt werden. Dafür muss die überflüssige Arbeit besiegt werden. Der Weg führt zu einem Leben in Freiheit auf herrenlosem Boden; Ordnung und Sicherheit, die Gesetze bleiben.

Ein freier Wille zeigt immer weg von sich selbst. Würde er auf sich selbst zeigen, wäre er ein egoistischer Wille, so wie er bei den Kleinen noch beobachtet werden kann: „Ich will aber“.

Aus dem Alter sind wir raus: De servo arbitrio, Über den geknechteten Willen: Wenn der Herr im eigenen Körper steckt erfährt der Mensch die schlimmste Knechtschaft.

Der Ratsvorsitzende der evangelisch-lutherischen Kirche sagt, dass die Kirche nicht draußen gesucht werden müsse; sie stecke im Menschen selber, im Körper des Menschen. So wie die Obrigkeit bei den evangelisch-lutherischen Menschen im Menschen steckt. Im natürlichen Menschen hingegen steckt der freie Wille, da hat kein Glauben Platz: Über den Glauben entscheidet der natürliche Mensch selber, da ist nichts im Menschen.


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