Das Buchprojekt

Die Manuskripte sind geschrieben. Was noch erledigt werden muss ist überschaubar. Der Titel des Buchprojektes könnte anders lauten. Etwa wie der Untertitel „Die Pest des Protestantismus“. Weniger provozierend vielleicht der religiöse Titel „Jesus, ein sanfter Revolutionär, den Jesus Christus tötete.“ Direkt und unmissverständlich „Am Anfang stand das Wort Luzifers“ oder schlicht, „Wie es dem Teufel gelang, Gott zu besiegen“. Akademisch allerdings müsste das Buchprojekt klipp und klar lauten:

„Die Verwendung des weltweit gehorteten fiktiven Kapitals zum Stopp des Klimawandels.“

Das fiktive Kapital ist nur in akademischen Kreisen Thema. Weltweit ist die Folge der Existenz des fiktiven Kapitals zum Thema geworden. Über das fiktive Kapital spricht öffentlich keiner. Das wird akzeptiert, obwohl es die Ursache ist, dass der Klimawandel stattfindet. Zum Thema ist der Klimawandel geworden, mehr allerdings auch nicht. Sie wissen im Grunde, dass sie den Klimawandel nicht stoppen können. Der Bequemlichkeit der vielen Menschen folgend wird das Thema im Fernsehen und in den Unterhaltungs-Printmedien sowie im Internet behandelt. Bequem von zuhause aus verfolgen die meisten Menschen die ganze Sache und warten. Sie glauben, dass die Politiker die Sache schon richten werden und hören sich die Standpunkte der Parteien an. Sie richten nichts: Sollen die Politiker sich drum kümmern. Die jedoch können nicht viel ausrichten, weil das Bürgerliche Gesetzbuch die Richtung vorgibt; dieser muss gefolgt werden. Das stimmt natürlich nur oberflächlich. Das aber wissen die meisten Menschen nicht, sie können es nicht wissen. Wäre das anders, hätte das Erste Buch über die Grundlagen von "Ende der Revolutionen" nicht geschrieben werden müssen. Alle, die nichts davon wussten und die den akademisch gehaltenen Text von krisis.org nicht verstehen sind eingeladen, über die Geschichte des fiktiven Kapitals, diesen Begriff, vollumfänglich zu erfassen. Er muss erfasst werden, sonst kann er nicht verstanden werden. Weshalb das fiktive Kapital dazu noch die Richtung vorgeben soll, ist ohnehin gleich gar nicht sofort verständlich, das muss studiert werden. Das steht in keiner Zeitung und wird auf keiner Talkshow behandelt. Da passen die Aufsichtsorgane ordentlich auf und dafür sind diese eingerichtet, dass eine derartige Diskussion nicht stattfindet.

Jeder kann das studieren. Er, der Mensch, muss nur lesen können und diesen Klimawandel verstehen wollen! Er muss es selbst verstehen wollen, sonst wird daraus nichts. Wie Kant das richtig geschrieben hat: "Sich seines eigenen Verstandes bedienen" und nicht das Gesagte oder Geschriebene von anderen Menschen annehmen, weil das bequemer ist. Gut, das ist leichter gesagt als getan. Deshalb wird das auch Studium genannt. Ein Studium hat heute oft nur noch wenig mit einer Universität zu tun. Diese werden nach und nach zugunsten von Hochschulen abgeschafft, in denen gerade in erster Linie die Erkenntnisse anderer Menschen möglichst schnell und effektiv gelernt werden sollen. Das dient dem Fortschritt, das soll einem künftigen Einkommen dienen. Da ist jeder sich selbst der Nächste. Da werden Matthäus und Lukas als die letzten Spinner behandelt. Und selbst das gilt dort nicht mehr: Die kennen in der Regel gar keinen Matthäus und Lukas; ihre Kommilitonen heißen anders. Das aber führt jetzt in ein anderes Thema: Kommen wir zurück:
Sofort können alle verstehen, dass das Grundgesetz Gemeineigentum verbietet: Das Privateigentum an Grund und Boden darf nicht angefasst werden, das ist verboten! Da kann der Politiker nicht viel ändern. Das versteht jeder und egal, wo seine Abgeordneten im Parlament sitzen. Schon der Begriff "Gemeineigentum" ist anrüchig und die Sozialisten haben diesen Begriff ordentlich beschmutzt. Vielen fällt es außerdem schwer, den Unterschied zwischen einem Gemeineigentum und dem öffentlichen Eigentum zu verstehen. Da muss langsam gelesen und viel nachgedacht werden, wenn zum Begriff im Internet gesucht wird. Wenn dann noch der Autor des Buchprojekts Ende der Revolutionen sogar ein Ziel, das auf diesen Begriff "Gemeineigentum" abhebt, kategorisch ablehnt und auch im Gemeineigentum den Teufel erkennt, ist es ganz aus: Was will der denn?

Er will gar nichts. Er klärt lediglich auf, lädt ein, bei ihm zu lesen und behauptet, dass nur noch eine deutliche Mehrheit von Menschen jetzt noch die Richtung ändern und den Klimawandel stoppen könnte. Dafür bedarf es aber einer konsequenten und kompromisslosen Aufklärung sowie der Hoffnung auf politische Alternativen. Keiner soll glauben, was er geschrieben hat. Sie sollen es verstehen und ihn kritisieren, wenn er etwas falsch geschrieben hat. Er weiß, dass es nicht einfach ist, bei ihm zu lesen. Ständig musste er zwischen dem Textumfang und dem zentralen Ziel Entscheidungen treffen und diese mögen nicht jeden Geschmack treffen. Dem Ziel, zu verstehen weshalb nur noch ein herrenloser Boden, ein Boden, dem kein Herrschaftsrecht mehr entspringt, den Klimawandel stoppen kann, will das Buch "Ende der Revolutionen nachkommen, mehr nicht. Das Geld oder die Umverteilung von Geld, die Umverteilung riesiger und definitiv vorhandener Vermögen und auch eine Vermögenssteuer, die von der Linken, heute zunehmend auch von denjenigen, die zwischen allen Stühlen in der Mitte des Parlaments Platz nehmen müssen, weil die Geschäftsordnung der Parlamente das vorschreibt oder sogar die Rechte zu kleinen Teilen fordert, selbst die Meinung derjenigen, die ganz hinten als Hinterbänkler sitzen; nichts dergleichen interessiert ihn. Dass diese Vermögen jetzt ausgegeben werden und die Menschen, während diese riesigen Vermögen aufgezehrt werden, nur noch wenig fremdbestimmt arbeiten, interessiert ihn. Dass sie endlich den Reichtum, den sie seit Mitte des 18. Jahrhundert auf Befehl hin aus dem Boden gefördert haben, heute gemeinsam verzehren und gemeinsam endlich aufhören, die Natur auszubeuten. Das tun sie nicht freiwillig, das muss Gesetz werden.

Ihn interessieren die Folgen, die eingetreten sind, und dass die bürgerlichen politischen Aufklärer genau wussten, dass die Massen in das vorbereitete und aufgespannte Netz des bürgerlichen Staates marschieren werden und nach wie vor marschieren. Nur dort, wo dieser Marsch nicht freiwillig gegangen wird, früher mit vornehmlich französischer Waffengewalt, heute mit Hilfe der Justiz, vorallem aber mit politischen linken und rechten Phrasen, nachgeholfen werden muss.
Zunächst ging es nur um die Macht und angesichts der mit dem Fortschreiten der Waffentechnik entwickelten Atombomben kam in der Postmoderne eine lähmende Aporie auf, von der Johannes Agnoli berichtete. Doch mit dem empirischen Beleg, dass diesmal das Klima aus menschlichen Gründen sich wandelt, lasen immer weniger Menschen ihren Paulus, den die übrigen aber immer noch verehren, ihn gar als den Heiligen Paulus, den Schutzpatron ihrer "selbstverschuldigten Unmündigkeit" feiern. Es ist sehr schwer, selber zu denken und besonders, wenn andere dieses Denken wissenschaftlich studiert haben und mittels der Medien, allen voran dem Fernsehen, tagtaglich das postmoderne Denken präsentieren. Wer will schon altmodisch sein?

Wenn die Menschheit überleben will, aber muss sie umkehren: Radikal umkehren.
Das wird sie nicht tun, das werden die Massen nicht tun und diese bestimmen letztlich den Gang der Dinge, rufen die Skeptiker, die Gebildeten und vor allem, die es mit Kant gut meinen.

Deshalb müssen vorallem die wissenschaftlich ausgebildeten Menschen, Naturwisschenschaftler, Philosophen und Theologen, sich jetzt zusammenschließen. Sie wissen, dass die Politik lügt. Sie wissen, dass die Menschheit nicht überleben wird.

Sie wissen es, handeln aber nicht. Wie die Massen der Menschen glauben sie. Der Glaube aber ist das Gegenteil von leben.

Aber nicht Gott ist das Gegenteil. Gott ist allemal leben. Im "Deus sive natura" müssen wir uns schnellstmöglich zusammenfinden, die Verbrennung fossiler Stoffe muss aufhören.

Der Zweifel an Gott soll uns nicht beschäftigen. Ein Teil der Menschen weiß über Gott, ein anderer Teil der Menschen glaubt an Gott. Beide Teile trennt ein Rauschebart, was lustig klingt, doch alles andere als lustig ist. Wieder andere unterscheiden sich, weil sie nichts über Gott wissen wollen und die Schulen früh verlassen oder heute dem Bologna-Prozess zugeführt werden, ohne dass diese sich gegen diese Abrichtung wehren.
Ein weiterer Teil glaubt nicht, weiß nichts. Dazwischen stehen massenhaft die Unentschlossenen, die es immer gibt. Das darf uns alles nicht mehr beschäftigen. Das Spiel ist aus. Aber wir müssen der Idee Jean-Paul Sartres widersprechen:

Die Liebe kann siegen.

Die weltweite Zerstörung unserer Lebensgrundlagen muss uns nicht nur stören, sie muss uns an die Wahlurnen treiben und dort dürfen keine politischen Parteien, keine Zweitstimme mehr angekreuzt werden. Diejenigen Politiker, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten, sollten gewählt werden: Direkt!
Nur wenn auch die Lohnarbeit der Entscheidung des freien Willens zugeführt wird, wenn ein Arbeitsvertrag den angeblichen Grundlagen des Bürgerlichen Rechts damit folgen kann, dass ein Vertrag eine beidseitige Willenserklärung darstellt, bekommt die Aufklärung, wie sie endederrevolutionen.de und das Buchprojekt betreiben, eine Chance. Deshalb ist die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommen ein erster,

ein entscheidender Schritt

Die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen wird ansonsten nicht aufhören! Wir brauchen einen klaren Fahrplan.

Ohne Hoffnung auf ein besseres Leben kann diese Verbrennung fossiler Brennstoffe nicht aufhören. Wie bestellt geriet das jahrtausendelang bestehende Gleichgewicht -trotz aller Klimaschwankungen-, die ebenfalls seit Jahrtausenden heute empirisch belegt sind, pünktlich mit dem Beginn der Industriellen Revolution aus dem Gleichgewicht. Das lernen bereits die Kinder heute in der Schule, vom protestantischen England und katholischem Frankreich lernen sich nichts. Sie lernen nicht, dass seitdem und erst recht, als das katholische Frankreich trotz der stets medial aufgeblähten Erzfeindschaft zwischen England und Frankreich, das Verbrennungsgases CO2 exponentiell ansteigt. Sie lernen nicht, dass sich die Bourgeois beider Länder vereinigten und die Sozialisten in beiden Ländern vergeblich zur Vereinigung der Proletarier, der Lohnarbeiter*innen, aufriefen.
Jeder könnte es wissen, dass das alles nicht gut gehen konnte. Jeder könnte wissen, dass die politische Linke sich schuldig gemacht hat und schon immer und immer wieder weltweit für diese Schuld abgestraft wird: Die politische Linke und ein großer Teil der selbsternannten Marx-Apologeten hat gegen die Hoffnung der Proletarierer auf ein besseres Leben eklatant verstoßen, die Hoffnungen der Massen von Menschen mit Füßen getreten, Karl Marx mit Füßen getreten und das tun sie heute noch zum Gefallen der Bürger. Mit ihnen sitzen sie weltweit in den Parlamenten und stimmen gegen die Verbrechen; zum Wohlgefallen der Mehrheit.
Nicht Geld ist das Ziel von Proletarier*innen, die Abschaffung der Entfremdung ist es. Berthold Brecht irrt, wenn er schreibt: Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral. Seine Texte verführen, verführen zu einem gut situiertem bürgerlichen Leben, dass es für die Proletariere*innen nicht geben kann. Geld hat keinen Wert, Freiheit allein ist der Wert, ist das Gut.
Das Gleichgewicht im Kohlenstoffkreislauf hat kein Gott aus dem Gleichgewicht gerissen, das herrschende und zunehmende Ungleichgewicht wurde förmlich bestellt von vermögenden Bürgern, die ihren Hals nicht vollkriegen können und die bereits mit Vermögen heute zur Welt kommen: Die können gar nicht anders. Nur wenige könnten anders, wenn sie wenigstens in diesem Haifischbecken, dem zunehmend diese Gesellschaft gleicht, etwas Vertrauen finden könnten. Mit ihren weltweiten Bestellungen maschinengetriebener Werkzeuge, mit denen sie der Konkurrenz entgegentraten und mit ihr eine Klasse für sich bilden, versündigen sie sich. Nicht die Menschheit versündigt sich, alle Bürger, die sich dem bequemen Leben verschrieben haben, versündigen sich. Aber das Leben ist bekanntlich kein Zuckerschlecken, es ist alles andere als bequem. Das wissen Milliarden von Menschen und vorallem die Menschen, die gar nichts haben und täglich malochen müssen. Der gläubige Bürger weiß das nicht. Der liest bei Paulus oder schaut fern, wenn er zuhause und nicht auf Reisen ist. Er vertraut der westlichen oder der östlichen oder sonst einer politischen Wertegemeinschaft. Dem Menschen vertraut er nicht (mehr). Viele Proletarier*innen sitzen heute auch vor dem Fernseher, viele reisen auch inzwischen und erzeugen wo sie nur können, inzwischen postmodern geworden, das Verbrennungsgas. Sie haben resigniert: Sie glauben nicht mehr daran, dass eine Zeit kommen könnte, in der sie ihre Würde zurückbekommen und viele wissen gar nicht, dass es eine solche Zeit jemals gab. Die Würde hat ihnen der Protestantismus genommen; diese am Ende der 15. Jahrhunderts entstandene Bewegung hat sich für eine weltliche Obrigkeit und gegen den einfachen Menschen entschieden.

Würden wir es nur (!) in der weltweiten Landwirtschaft allein bei dem Einsatz maschinengetriebener Werkzeuge weiter belassen, das Gleichgewicht von 280 ppm CO2-Anteil in der Atmosphäre könnte nicht mehr hergestellt werden. Ihr aber wollt neben den notwendigen Lebensmitteln noch fremdbestimmtes Vergnügen, wollt reisen und eine Politik, die euch vom Anblick der Armen dieser Welt schützt. Wenn der Anteil des Anstiegs an Kohlenstoffdioxid gestoppt werden soll, muss (!) das bequeme Leben aufhören und der Grund und Boden in einen herrenlosen Boden gesetzlich überführt werden. Das geht! Die Massen müssen das aber wollen.

Jetzt müssen die Manuskripte des Buchprojekts "Ende der Revolutionen" nur noch gebunden werden. Sie dürfen trotz der Verlockung, trotz der Tatsache, dass die Massen an der Wahlurne den Klimawandel stoppen könnten, nicht als Massenware gedruckt werden. Das Buchprojekt darf nicht konsumiert und die Manuskripte sollen ordentlich gebunden werden, wie das einem Buch, das nur aufklären will, ansteht. Gebunden unter der GPL; der Autor unterschreibt keine Verträge, wenn nicht die Gewehre auf ihn gerichtet sind. Diese Grundhaltung ist er seinem Wirken schuldig: Dem Abschied von der bürgerlichen Gesellschaft, der hinüber in eine zivile Gesellschaft führen kann, in der das Vertrauen einmal eine Kategorie werden soll, wenn das Vertrauen - und nicht die Lüge - von einer künftigen Verfassung geschützt wird.

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