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Freitag, 24 April, 2020

Außerparlamentarische Opposition

der postmoderne Faschismus muss enden. Die Nachkommen sollen leben.

Plausibel kann das nicht gewünscht werden. Was soll das heißen? "Die Nachkommen sollen leben und der postmoderne Faschismus soll enden"? Auch ein Hund lebt, wedelt sogar mit dem Schwanz, obwohl er den ganzen Tag angeleint ist. Was also bitte soll das heißen? Außerdem definieren wir Faschismus anders. In Deutschland herrscht ein Rechtssaat und kein Faschismus.

Eine Zusammenfassung von endederrevolutionen.de:

Im Jahr 1525 wurden die Artikel der Bauern in Memmingen geschrieben. Die verschiedenen Haufen der Bauern wollten die Sache, die für alle als eine teuflische wahrgenommen wurde, selber in die Hand nehmen. Gottes Wort sollte den Waffenbrüdern auf der Gegenseite verkündet werden. Einzelne ihrer zwölf Artikel traten besonders hervor. So der 4. Artikel: Dass es unbrüderlich sei, dem Wort Gottes nicht gemäß, „dass der arme Mann nicht Gewalt hat, Wildbret, Geflügel und Fische zu fangen. Denn als Gott der Herr den Menschen erschuf, hat er ihm Gewalt über alle Tiere, den Vogel in der Luft und den Fisch im Wasser gegeben..“. Mit der Fraternité der Französischen Revolution wurde die Brüderlichkeit der Bauern, wie sie in diesem 4. Artikel gefordert wurde, endgültig abgeschafft.

Auch der 5. Artikel: „Haben sich die Herrschaften die Hölzer alleine angeeignet. Wenn der arme Mann etwas bedarf, muss er es um das doppelte Geld kaufen. Es sollen daher alle Hölzer, die nicht erkauft sind , der Gemeinde wieder heimfallen, damit jeder seinen Bedarf an Bau- und Brennholz daraus decken kann“. Hölzer: Damit waren die ehemaligen Gemeindewälder gemeint, die jetzt einen Rechtsgegenstand darstellten, der dem natürlichen Wald völlig fremd ist. Der Bauer des 16. Jahrhunderts wusste das, der meinte das nicht. Der Bürger des 21. Jahrhundert meint nur noch, der kommt ohne Wissen aus. Das Wissen haben die Anderen und vor allem, wenn sie im Parlament sprechen. Nicht er hat das Wissen. Mit der Égalité der Französischen Revolution wurde die Gleichheit der Menschen abgeschafft.

Der 6. Artikel: „ Soll man der Dienste wegen, welche von Tag zu Tag gemehrt werden und täglich zunehmen, ein ziemliches Einsehen haben, wie unsere Eltern gedient haben, allein nach Laut des Wortes Gottes." Die Bauern erkannten das Fundament, dass gerade eingefasst wurde, damit der Beton später ordentlich gegossen und scharfkantig härtet: Das Kapital ist nichts, leeres Geschwätz und in Gold gefasst, das man nicht essen kann. Es ist nichts, wenn nicht der arbeitende Mensch hinzukommt. Er ist neben der Natur das Subjet, das den materiellen Reichtum schafft und unterhält. Der Weg in die Arbeitsgesellschaft begann mit den Gedanken Martin Luthers, dem sie noch heute hinterherlaufen. Nicht dem Martin Luther laufen sie hinterher, der ist längst tot, seinen Gedanken laufen sie hinterher wie die Entchen der Ente. Mit der Reformation hat die Revolution begonnen, die als permanente Revolution vielleicht erst enden wird, wenn das Elend wieder zurückkehrt. So wie die Menschheit begann, vor Jahrtausenden und ausgeliefert einer Natur, die bestimmt kein Garten Eden war, könnte sie enden: Mit einem Klimawandel, der Ursache ist, dass das Elend der Menschen nicht, dass die permanente Revolution endet. Mit der Liberté der Französischen Revolution wurde die Freiheit des Menschen abgeschafft.

Diesmal werden sie nicht mehr nach oben schauen und im Himmel Rat suchen. Vielleicht werden sie in die ehemaligen Konsumtempel gehen und die Hintergründe bestaunen, die für den Klimawandel gesorgt haben. Wieder wird eine Frau ein Buch über die "Banalität des Bösen" schreiben und keiner wird ihr diesmal widersprechen. Das Ende der Revolutionen ist erreicht, der Protestantismus endet.

Es werden sicher Menschen den Klimawandel überleben und sich entsprechend einrichten. Dafür ist die Technik und der Egoismus der Mächtigen weit fortgeschritten. Diese sich selber auswählenden Mächtigen werden dem früheren Gott der Fürsten sagen, was seit den 16. Jahrhundert wirklich Sache war und selber müssen sie für eine Zukunft auf dem Planeten unter den veränderten klimatischen Bedingungen sorgen. Der alte Gott, der früher das Volk Israel auserwählt und aus der Gefangenschaft geführt hat, hat sie nicht auserwählt. Der wurde aus dem Staat geworfen. Er wird ihnen auch nicht antworten, wenn sie verzweifelt wegen dem Klimawandel ihn anrufen. Der hat nie geantwortet, wenn er angerufen wurde. Auch seinem Sohn hat er nicht geantwortet, als dieser in Todesangst schrie, "eli eli lama sabachthani", "mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?". Da ist ihr eigener Gott anders, der antwortete zwar auch nicht, er besorgte ihnen aber immer, was sie wollten. Dafür übergab er ihnen die Fasces. Da unterscheiden sich die beiden Gottheiten: Der alte Gott der Bauern war ein barmherziger Gott. Jetzt am Ende der bürgerlichen Revolution werden aber auch die modernen Fasces verbrennen. Diese waren nie fossil und tragen deshalb zu einem weiteren Anstieg des Kohlenstoffdioxidanteils in der Atmosphäre nicht bei.

Keiner weiß heute wie diese Klimawende ausfallen wird. Wir wissen nur, dass wieder eine große Völkerwanderung stattfinden wird, die heute bereits begonnen hat. Kein Mensch sitzt einfach da und wartet, bis es zu spät ist. Die im 16. Jahrhundert eingetretene Zeitenwende wird enden und eine neue wird sie ablösen; die Zeit des durch Menschen verursachten Klimawandels wird als die Zeit des gesellschaftlichen Irrationalen in die Geschichte eingehen. ‚Alles fließt', Heraklit ist unsterblich, die Natur ist unsterblich, nur der Mensch stirbt. Objektiv haben die Überlebenden gar keine andere Wahl und subjektiv nimmt sich der Mensch am Ende der permanenten Revolution nicht mehr war.

Unabdingbar und fest verkettet mit der Zeit des Irrationalen sind die Fasces: Phasen, in denen der Faschismus immer wieder zeigt, wie der Mensch als arbeitender Mensch der Obrigkeit zu dienen hat.

Die Fasces generieren sich immer wieder selber. Bei den Etruskern, im Cäsarismus, im Bonapartismus wurden sie geformt und als ordentlicher Faschismus traten sie danach in den Jahren 1930 bis 1945 in nahezu allen Teilen Europas besonders gewaltig und menschenverachtend auf. Zur allgemeinen Menschenverachtung, die jedem Faschismus eigen ist, trat im Nazismus vorallem in Deutschland noch ein Rassismus hervor, der allerdings dem Denken aller Faschisten ebenfalls eigen ist: Ansonsten kommt der Rassismus kultiviert wie bei Kant daher, und nur die überaus dummen Menschen, die nicht nur um diesen US-Präsidenten ausgemacht werden können, bekunden ihn öffentlich; der ist aber einem Narzissmus geschuldet und dazu werden sie erzogen; das bürgerliche Recht sorgt dafür, dass sie derart erzogen werden! Dort in den Vereinigten Staaten von Amerika trat der Faschismus bereits früher im Schafspelz auf und hier sind sich die Historiker immer noch uneins, ob es sich beim New Deal um die Krallen eines Wolfs oder die Hufe eines Schafs gehandelt habe: Die Form sei vielleicht ähnlich gewesen, aber ein Wolf würde die Zähne fletschen, da achtet keiner auf die Krallen. Ein Schaf fletscht nicht die Zähne und deshalb darf hinter dem New Deal doch eher ein Schaf vermutet werden; das waren also keine Krallen, das müssten Hufe gewesen sein.

Spätestens mit der politischen Zeitenwende, die nach 1989 eintrat, tritt der Faschismus postmodernen Typs auch in Europa im Schafspelz auf. Erbärmlich sieht er in diesem Kostüm aus und wie bei den Sieben Geißlein der Gebrüder Grimm vermag er es kaum, wenigstens seine Krallen zu verbergen. Die Gebrüder Grimm haben gewusst, was sie schreiben und auch die Zahl der Geißlein mit 7 sehr mit Bedacht gewählt. Dass sich das Jüngste in der Wanduhr versteckt hat verweist bereits auf das Ende der permanenten Revolution. Jacob Grimm lebte aber zu früh, um sich Auschwitz auch nur vorstellen zu können; die Märchen wären angesichts dieses Grauens anders geschrieben worden. 7 Geißlein, 1:6, 1 Milliarde Menschen lebten zu Beginn des Anstiegs des CO2 auf der Erde. Heute sind es mehr als 7 Milliarden; nicht Auschwitz, der Klimawandel könnte es besorgen. Das wären aber schreckliche Märchen. Über den ramponierten jämmerlichen Schafspelz schon in den Märchenbüchern zu schreiben, wäre heute dringlich. Aber solche Schriften will die große Mehrheit der Menschen der westlichen Wertegemeinschaft nicht lesen und schon gar nicht in den Kinderzimmern. Wie die dreijährigen Kinder halten sie ihr Schäfchen fest im Arm und werfen sich vor Kummer weinend auf die Erde, wenn einer sagt, dass sein Schäfchen einen ramponierten Pelz anhat. Die Kinder wissen natürlich nicht was ein ramponierter Pelz ist, sie jammern trotzdem. Bei ihnen ist das natürlich; bei einem erwachsenen Menschen nicht. Die schützen sich und lesen nicht. Die Erwachsenen lassen sich unterhalten. Da treffen sie sich mit den Kindern; die können aber nichts dafür, die können noch nicht lesen. Auch endederrevolutionen.de erfährt natürlich dieses Schicksal, was aber kein Schicksal ist, sondern ein spezifischer Ausdruck der Postmoderne. Es ist alles gesagt, das Buch wird noch folgen und heute soll der Weblog enden. Am 1. Mai wird abschließend eine Webseite eingerichtet, die einen Beleg liefert, dass sich der postmoderne Faschismus im Rechtsstaat verbergen wollte. Er hat sich schlecht getarnt, die Krallen können trotz des Mehls erkannt werden: Einmal kam er ausnahmsweise in Zivil; er rechnete nicht mit dem Narzissmus einzelner Richter: Das sind oft Menschen und nicht immer Bürger. Auch unter den Bürgern tummeln sich längst wieder Menschen, die sich üben und die Räume enger machen.

Viele Webseiten, die seit Oktober 2019 geschrieben worden sind, müssen überarbeitet werden. Die Überlegungen eilten meist voraus und die Grammatik und oft auch die Rechtschreibung wurde kaum beachtet. Flüchtigkeitsfehler erschweren das Lesen. Manches ist nicht immer verständlich und muss noch präzisiert werden. Was in Zukunft getan werden muss müssen die Nachkommen erledigen: Als außerparlamentarische Opposition muss sie sich dem Finanzkapital, dem schlagenden Herz des Protestantismus, entgegenstellen.

Der 7. Artikel: "Soll die Herrschaft den Bauern die Dienste nicht über das bei der Verleihung festgesetzte Maß hinaus erhöhen“. Inzwischen gehen auch die Gerichte davon aus, dass von einem leitenden Angestellten erwartet werden darf, dass die gesetzliche und vertraglich beschlossene Arbeitszeit vom Chef noch erhöht werden darf; in Maßen versteht sich. Über das Maß ergehe ein besonderer Bescheid. Das galt schon damals. Früher waren das Fürsten, heute sind das Chefs.

Der 8. Artikel: „Können viele Güter die Pachtabgabe nicht ertragen. Ehrbare Leute sollen diese Güter besichtigen und die Gült nach Billigkeit neu festsetzen, damit der Bauer seine Arbeit nicht umsonst tue, denn ein jeglicher Tagwerker ist seines Lohnes würdig“,

oder der 9.Artikel: „Werden der große Frevel wegen stets neue Satzungen gemacht. Man straft nicht nach Gestalt der Sache, sondern nach Belieben. Ist unsere Meinung, uns bei alter geschriebener Strafe zu strafen, darnach die Sache gehandelt ist, und nicht nach Gunst." Die Bauern sprechen über die Richter. Da hat sich nichts geändert. Klar will man das gerne anders sehen. Da zieht einer ein Kasperltheaterkostüm über, ordentlich schwarz, und schon genießt er ein hohes Maß an Narrenfreiheit. Die Form allein muss gewahrt bleiben.

Der 10. Artikel kommt zur gemeinsamen Sache: „Haben etliche sich Wiesen und Äcker, die einer Gemeinde zugehören, angeeignet. Die wollen wir wieder zu unseren gemeinen Händen nehmen“. Sie wurden nicht wieder in die gemeinen Hände gegeben. Dafür sorgte nicht nur Luther, dafür sorgten seit dem Jahr 1525 niederträchtige Menschen wie er selber einer war. Aber ein Raub verjährt nicht. Das ist natürlich in einem bürgerlichen Rechtsstaat anders. Dort wird dafür gesorgt, dass der Raub verjährt. Sie definieren deshalb was Raub ist und sie definieren die Verjährung. Schaut genau hin, wie sie den Raub von Grund und Boden definieren! Sie definieren und darin liegt ihre Macht. Die Bauern, die dafür sorgten, dass das tägliche Brot auf den Tisch kam, mussten schrecklich gelitten haben als die Reformation begann. Sie gehorchten der Obrigkeit, denn dieser falsche Apostel Paulus wurde ihnen auch ständig gepredigt. Sie waren gottgläubig und der Klerus war fest in ihrem oft kargen Leben verankert. Er war der Organisator der damaligen Gesellschaft von klein und von Jugend auf. "Zum Altare Gottes will ich treten, zu Gott der mich erfreut von Jugend auf", so ein Satz, den ein Firmling gesprochen und den der Autor gehört hat. Max Weber musste als Konfirmant den 17. Vers aus dem Brief Paulus an die Korinther aufsagen: "Der Herr ist der Geist, worüber der Geist Gottes ist, da ist Freiheit". Max Weber war intelligent genug, später zu erkennen welcher Geist das angesprochen war. Er erkannte den Geist Luthers im Geist des Faschismus. Max Weber hätte den Paulus gekreuzigt, wenn er ihm habhaft geworden wäre.

Aber dass die Akzeptanz, dass man einer Obrigkeit zu gehorchen hat, sogar Recht werden kann, also dass ein Inhalt tatsächlich derart erfolgreich zur Form drängt und diese annimmt, konnte im Jahr 1525 keinem noch so einfältigen Bauern verständlich gemacht werden; das kann nur dem modernen Menschen verkauft werden. Die Bauern damals hatten kein Wahlrecht. Die wurden fürchterlich geschlagen in den Bauernkriegen, die sofort nach diesen 12 Artikel der Bauern folgten. Thomas Müntzer auf der einen, Martin Luther auf der anderen Seite. Die Obrigkeit liest solche Forderungen nicht, die schreitet zur Tat. Daran hat sich nichts geändert, die Methoden der Unterdrückung allein haben sich geändert.

Damals folgten der Reformation der Westfälische Frieden. Er schuf die Voraussetzungen des heutigen Europas der Nationen. Das passierte alles nicht sofort. Um für alle Menschen einer westlichen Wertegemeinschaft wirksam zu werden bedurfte es noch im 19. Jahrhundert eines Bluthundes, der erst im 20. Jahrhundert als Sozialdemokrat, damals aber als Korse, daherkam. Ein Emporkömmling: Der Psychologe würde sagen, die charakterlichen Eigenschaften des Bluthundes findet man zuerst beim "sozialen Aufsteiger".

Der Ort hat sich geändert. 500 Jahre später. Kein Artikel der Bauern fand Gehör. In Worms spielt heute die Fußgängerzone eine Rolle und das Parlament tagt in Berlin. Der Wormser Dom ist frei. Als Tagungsort einer künftigen außerparlamentarische Opposition böte er sich an.

Da ist kein Staat mehr zu machen. Spätestens jetzt, nach dem 10.04. und der Nachricht vom 21.04., wird es Zeit, über die Organisation einer außerparlamentarische Opposition nachzudenken.

Posted by Michael Schwegler at 7:01
Edited on: Montag, 05 Oktober, 2020 21:32
Categories: Das Drama knapper Güter

Samstag, 11 Januar, 2020

....die Früchte aber allen.

So hat Rousseau das geschrieben. Er meinte natürlich die Früchte, die wir kennen. Die Früchte der Pflanzen, die wir oder fremde Menschen in anderen Ländern gepflanzt haben. Dort aber, wo wir ernten und keiner zuvor gepflanzt hat, werden wir rücksichtsvoll ernten, so dass die Früchte, die wir ernten, nachwachsen können. Das Gleichgewicht ist das Mindeste, was wir sicherstellen müssen. Es kommen noch viele Menschen nach uns; das sind wir den Nachkommenden schuldig.

Die modernen Forschungsmethoden zeigen uns heute, dass dieses Gleichgewicht, das die Natur scheinbar immer selber besorgt hat, nicht mehr gegeben ist. Der Mensch war Teil dieses Gleichgewichts, auch wenn er das nicht wusste. Wie heute wirkten der Mensch, die Tiere und die Pflanzen sowie die Meere und andere natürlichen Phänomene auf dieser Erde für etwas, das einzigartig ist und längst noch nicht insgesamt verstanden wird. Er, ob einzeln oder in Massen, lebte vor gut 200 Jahren noch rücksichtsvoll mit der Natur. Das musste er auch; für die Einen war sie gottgefällige Natur, für die Anderen war die Erde oft einfach nur Mutter. Auch wenn einzelne Menschen sich nicht an die Gebote ihrer Vorfahren und Ratgeber hielten und mancherorts schon Raubbau vor der Zeit der Moderne betrieben, den wir heute in der Postmoderne noch einmal kräftig ausgeweitet haben. Diesen Raubbau glichen die aktiven Teile in der Natur vor der industriellen Revolution aus und es könnte romantisierend gesagt werden, dass die Natur diesen Sündern immer verzieh. Es blieb auch lange ein Geheimnis wie sich das immer so wunderbar ausgleichen konnte. Heute scheint es so als haben die Menschen dieses Geheimnis gelüftet. Sie können zum ersten Mal einen empirischen Beleg dafür vorlegen, dass die Natur materiell ist und vor allen anderen Lebewesen der Mensch sie in der Hauptsache belebt. Der Begriff "belebt" wird allerdings mehr dem Pflanzenwachstum zuzuordnen sein, denn das haben die Forschungen auch gezeigt, dass die Pflanzen jetzt schneller wachsen. Ob das alle Pflanzenarten betrifft, dieser Befund steht noch aus. "Schneller wachsen", wie alles heute schneller wachsen soll, nehmen die ganz dynamischen Menschen zum Anlass, Hoffnung zu schöpfen zu einem Zeitpunkt, an dem die Hoffnung sich besonders schwer tut und die Gesellschaften verfallen. Die müssten das erst begreifen, was schwer ist, wenn die Dinge sich derart schnell verändern.

Es scheint, dass aus der Atemluft der Menschen sich der Anteil an Kohlenstoffdioxid extrem erhöht hat, was auf eine Krankheit hinweisen könnte, und dass die Planzen der Natur dieses Extrem nicht mehr ausgleichen können. Jahrtausende lang war das doch anders; das wissen wir heute, das kann wissenschaftlich gezeigt werden und wird nun ständig und immer schwarz auf weiß notiert: Betrug der Anteil dieses Gases in der Atmosphäre bei geringen Schwankungen in all den früheren Zeiten bis ins Jahr um 1800 nach Christus rund 280 ppm , so steigt der Anteil seit dem genannten Jahr expontentiell an und liegt heute bereits deutlich über 400 ppm. Moderne Messungen haben den Anstieg des Kohlendioxids aber nicht auf die Atemluft der Menschen zurückgeführt; diese scheint unabhängig von den Veränderungen diesen zu trotzen; der Mensch atmet wie früher, das will aber keiner wahrhaben. In den Eiskernbohrungen hingegen haben sie es nachgewiesen und diese sind stumme Zeugen von Zeitenänderungen. Diese haben es nicht in die Geschichtsbücher geschafft, was die ganz frühen Zeiten anbelangt. Die Menschen konnten diese nicht erfassen. Damals lebten die Menschen entbehrungsreich und hatten für Forschungen keine Zeit; nicht einmal auf die Idee kamen sie, hier aufzupassen.

Auch der Begriff "ewiges Eis" scheint seine Bedeutung zu verlieren denn überall steigen die Temperaturen; der Schnee draußen schmilzt. Es wäre schrecklich wenn wir den Nachkommen eines Tages den Begriff "Eis" technisch erklären müssen wie vieles Andere, das sie nur noch technisch und mechanisch erfahren und inzwischen auch so nur noch erfahren können, und selbst der Begriff der Erfahrung gerät inzwischen in Zweifel.

Dieser Anstieg des Kohlenstoffdioxids setzte ein, als die Menschen sich von den Fesseln befreiten, von denen Rousseau sprach, als er feststellte, dass der Mensch frei geboren werde und doch überall in Ketten läge. Die Ketten seien auch nicht nötig hatte zuvor schon Martin Luther gelehrt; der Mensch habe keinen freien Willen. Gott allein, sein Wille geschehe, so war seine Botschaft; also lasst den Menschen frei, befreit ihn vom Katholizismus und zerdrückt den Erasmus wie eine Wanze. Das hat Luther gesagt; Erasmus sagt das ganz anders und schließt die Ketten daher nicht aus. So wie die Ketten auch Thomas Hobbes nicht ausschließt, wenn er behauptet, dass der Mensch dem Menschen ein Wolf sei. Den legt man besser an die Kette; sicher ist sicher. Obwohl das Thomas Hobbes so gar nicht gesagt hat; er benutzte diese lateinische Sentenz homo homini lupus aus der Komödie Asinaria (Eseleien) des römischen Komödiendichters Titus Maccius Plautus und wollte damit das Verhältnis in den von Menschen geschaffenen Staaten zueinander charakterisieren und da hatte er wohl recht.

Nach diesen Lehren dauerte es nicht mehr lange und die großen Revolutionen brachen aus. Die Menschen befreiten sich von allen Vormündern und betätigten sich ab sofort selber als Vormund. Nur noch ein Vormund soll herrschen, das Recht. Natürlich als Vormund für die Anderen und deshalb konnten sich nicht alle Menschen dieses Vormunds bedienen; nur sehr wenige waren in der Lage, sich hier in Szene zu setzen. Dafür musste man damals schon Vermögen haben sonst ging da gar nichts. Mit ihrem Vermögen nutzten sie die romantischen Vorstellungen eines volonté générales, der dem volonté absolue der katholischen Gnadenlehre nicht nur den Kampf ansagte, sondern diesen sogar aus dem Staat warf. Das hatte schon Luther gut geheißen und den Söldnern mehr Seelenheil versprochen als den Friedfertigen und Betenden, falls die Söldner die Sache besorgen. Sie haben sie besorgt für ihre Fürsten damals und am Ende das Bürgerliche Recht an die Stelle Gottes gesetzt.

Mit den bürgerlichen Gesetzestexten begannen sie mit der Ausbeutung der Erde, mit dem massenhaften Verbrennen fossiler Stoffe, die zuvor in Jahrtausenden sich langsam in ewiglich scheinenden Zeiträumen gebildet haben und bis vor Jahren den Reichtum der Stoffe ausmachten, die unseren Planeten im Besonderen auszeichnen. Die unsere einzigartige Atmosphäre und alles Leben geschaffen haben, so dass viele Menschen gar nicht anders können als staunen, den Begriff Ehrfurcht überhaupt erst hier erfahren haben, wenn sie nicht schon dumm geworden waren. Heute können diesen Begriff viele Menschen lediglich nachplappern, wie das kleine Kinder tun, die aber keineswegs dumm sind; doch kaum geboren das auch nachplappern. Die Kinder können nicht anders, sie lernen erst einfache Wörter und Begriffe durch Nachplappern. Das ist notwendig, um eine innere Sprache zu entwickeln, die sie ins Denken einführt. Meist wird heute diese entscheidende erste Phase der Menschwerdung durch massenhaften Müll, der immer mehr produziert wird, erschreckend von den Eltern und Erziehern sogar gestaltet. Von Eltern, die es eigentlich gut mit ihren Kindern meinen aber nicht die Möglichkeit haben, es anders zu machen. Es ist die schlimmste Erscheinung der Postmoderne, die auch rückblickend später einmal das Zeitalter des Irrationalen genannt werden wird, falls diese Epoche doch noch einmal in eine große Krise gerät. Zu Vieles aber zeugt heute davon, dass sie nicht mehr überwunden wird, dass die Aporie bleibt und nur die Hoffnung an den Maulwurf ein anderes Leben der wenigen Menschen begleitet, die trotzdem nicht aufgeben sondern ,egal woher der Wind weht, weiter anklagen: Die Erzieher als Verbrecher tituliert, wenn sie ohne Wissen um ihre Charaktermaske mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und diese nicht nur als Pädagogen behutsam begleiten.

Wir wissen nicht ob die Müllproduzenten heute so niederträchtig sind und dieses Geschäft planvoll betreiben. Es wäre mühsam, darüber zu streiten, den es hängt letztlich von uns ab, dass wir uns gegen den Müll entscheiden. Es ist unser freier Wille, der uns wieder zu Erasmus hin und von Luther weg führt. Nie werden sich diese Gegensätze aufheben solange die Pest wütet. Früh müssen wir die natürlichen Widerstandskräfte der Kinder stärken damit dieser Bazillus des Konsums, und hier vor allem des Fernsehens, der Videospiele und des maßlosen Gebrauchs der Smartphones, der Computer im Internet, das mit den entstandenen Streamingdiensten erst recht gewaltig den Verbrennungskapitalismus auf Touren gebracht hat, nicht noch mehr Menschen befällt. Die Verbrennung wird weiterhin mit wachsenden Raten die Menschen unterhalten, und diese werden sich abstumpfen müssen, um all das ertragen zu können. Erst wenn sie hier wieder lernen "Nein" zu sagen besteht die Chance, dass trotz der Charaktermaske, die auch den Kindern wie uns seit der Geburt aufgelegt wird, der Leim zwischen den Schichten dieser Maske nicht trocknet. Der Leim soll den auferlegten einzelnen Schichten der Charaktermaske eine stählerne Festigkeit verleihen, weshalb er ihnen Jahr für Jahr zwischen den Schichten immer wieder neu aufgetragen wird. Der Leim aber darf nicht trocken werden, sonst ist der Mensch unter dieser Maske verloren.

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Posted by Michael Schwegler at 17:34
Edited on: Montag, 21 September, 2020 13:42
Categories: Das Drama knapper Güter

Dienstag, 07 Januar, 2020

Dramaturgie einer Zukunft der Güter

Es müssen weniger werden; weltweit. Nur mit weniger produzierten Güter kann der Klimawandel gebremst, vielleicht sogar gestoppt werden. Vieles können wir heute darüber lesen, vieles verwirrt: Einen Klimawandel habe es im Lauf der Jahrhunderte schon immer gegeben. Sie werden recht haben. Aber wir haben jetzt diesen bedenklichen Anstieg des Kohlenstoffdioxids in der Atmosphäre, den hatten wir im Laufe der Jahrhunderte noch nicht; er muss gestoppt werden. Andere, und oft dieselben sagen, dass die Pflanzen mit mehr Kohlenstoffdioxid besser wachsen, sie hätten das im Labor getestet. Das mag auch sein, aber das Klima verändert sich und das findet außerhalb ihres Labors statt. Wir können nicht in die Natur schauen und jetzt warten was passiert. Wir erkennen bereits, dass da etwas passiert. Es ist besser zu handeln.

Wir schaffen das; das hat sie schon bei anderer Gelegenheit gesagt. Wir schaffen auch diesen Klimawandel, aber unsere Nachkommen schaffen es nicht. Wir sind ihnen schuldig zu handeln, denn wir haben die fossilen Stoffe verbrannt, wir haben die Flüsse verdreckt und unser Plastik in alle Regionen der Welt verteilt. Wir haben dafür gesorgt, dass die Erdfilter für ein sauberes Grundwasser verdreckt sind und verdrecken sie weiter. Unter die Erde vergraben wir den ganzen Atommüll zu all dem Müll, den wir bereits vergraben haben, wir pressen unsere verseuchten Flüssigkeiten in die Erde um den letzten Rest der fossilen Gase aus dem Schiefer zu pressen: Das machen wir, das waren wir ! Mit jeder Abgabe unserer Stimme bei politischen Wahlen stimmen wir für diese Verbrechen, die gemäß des Bürgerlichen Gesetzbuches keine Verbrechen sind. Das ist das Wesen des Rechts; das muss jeder wissen. Keiner kann sagen, er habe das nicht gewusst.

Auch ich nehme teil an diesen Verbrechen. Ich werde gezwungen, ich habe keine Chance. Das Recht zwingt mich; nicht die Menschen, sonst hätte ich das schon früher bemerkt. Ich muss diese Rauchmelder aufhängen obwohl ich mit dem Feuer nicht spiele, sie haben mir das Telefon weggenommen und mich an dieses verbrennungsintensive Internet angeschlossen. Ihre Verträge muss ich unterschreiben wenn ich nicht im Zelt wohnen will mit der Angst, sie werden mich heute Nacht verjagen weil ich auf ihrem Boden das Zelt aufgeschlagen habe.

Wenn jetzt die Güter, die wir weltweit erzeugen deutlich weniger werden müssen, was die Gemeinen „Postwachstum“ nennen, damit es sich werbewirksam besser verkaufen lässt, so werden diesbezügliche Änderungen lange dauern: In einem Rechtsstaat sei das anders nicht möglich, da haben sie recht. Deshalb sollten wir in der Zeit bis die Gesetze geändert werden die heute produzierten Güter wenigstens anders verteilen. Nicht alle Güter, sondern diejenigen, die in anderen Regionen der Erde dringend gebraucht werden. Diese Länder müssen in die Lage versetzt werden, die längst beherrschbaren Umweltprobleme in den Griff zu bekommen.

Über schwarze Auspuffgase berichten Touristen, die Kuba besucht haben. Ebenso über fehlende Abfalltrennung und mangelndes Recycling. Das sei übel und in den Touristenzentren könne man das nicht sehen. Das ist in anderen Ländern auch so, derartiges verbirgt man aber besser; die Verantwortlichen haben auch dort neben der Hoffnung auf Devisen auch Scham; deshalb verbergen sie es doch auch. Klar sollte das anders sein soll, aber dafür fehlen ihnen die technischen Möglichkeiten und vor allem die notwendigen Devisen.

Liefern wir ihnen die Technologien und die Maschinen. Verwirklichen wir doch endlich das Evangelium nach Lukas und tun Gutes, leihen, wo wir keine Hoffnung haben etwas zurückzubekommen. Aber es wird etwas zurückkommen, auch ein Lukas kann sich irren: Weniger dieses klimafeindlichen Gases wird zurückkommen, wenn wir es ernst meinen.

Das dürfen wir nicht, das verbiete das Recht. Das verbietet nicht unser Recht, das verbietet sein Recht, der sich inzwischen das Recht nimmt auch über Leben und Tod anderer Menschen zu entscheiden. Er proklamiert auf dem Höhepunkt der Entwicklung des Bürgerlichen Rechts das Endstadium dieses Rechts: Es ist jetzt gottgleich. Da müssen wir uns unterordnen, das sagen jetzt alle die politisch sprechen und meinen; das quid pro quo steht auf dem Spiel.

Aber wir könnten auf dieses quid pro quo verzichten. Das „mutuum date nihil inde sperantes“ verweist auf auf einen andern Gott, den die Menschen früher kannten und der mit ihrem neuen Götzen überhaupt nicht gleich ist. Er wurde mit der französischen Revolution aus dem Staat gejagt. Das, was die Evangelisten über ihn schreiben, aber konnten sie nicht aus dem Staat hinauswerfen; das steht ja geschrieben; und noch wagen sie es nicht mit Rasierklingen in unseren Bücherregalen zu wühlen und alle Texte aus den Büchern herauszuschneiden, die noch voll Hoffnung sind. Der frühere Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Thomas Jefferson konnte das und hat es vorgemacht. Auf seine Bibel legen seither die Präsidenten ihren Amtseid ab. Da ist kein Hoffen. Nie dürfen wir auf eine Bibel unsere Hand legen.

Wir haben vorgemacht wie der Bau von Bio-Gasanlagen zur Energiegewinnung hierzulande technologisch hervorragend beherrscht wird, die in vielen Teilen der Erde nicht beherrscht wird weil die Devisen fehlen. Oft fehlt inzwischen auch das Land für den Mais, weil den Boden sich schon andere reserviert haben mit Devisen, die nicht in die Taschen der Völker geflossen sind sondern in andere, die sich dafür der westlichen Wertegemeinschaft verpflichtet haben. Gut, es mag sein, dass da auch östliche, wegen mir auch nördliche oder südliche, Wertegemeinschaften am Werk sind. Niemals aber war es das Werk der Völker.

Photovoltaik, auch diese Technologie könnte exportiert werden. Gemeinsam könnten andere Industrien weltweit aufgebaut werden. Wenn da nicht dieses quid pro quo herrschen würde und der politische Boykott der Herren über die Welt.

Manches, wie diese Monroe-Doktrin, ist kein geschriebene Recht; aber es stand auch nicht geschrieben, dass er das Recht hat gezielt Menschen zu töten. Aber Sie werden sehen es verbietet ihm keiner, es wird Recht. Selbst die linksaußen wirkenden Demokraten in den USA besorgen es, dass es Recht werde ! Er müsse aber vorher den Kongress fragen. So funktioniert ihr Recht, das bürgerlich daherkriecht.

Posted by Michael Schwegler at 9:14
Edited on: Montag, 21 September, 2020 13:46
Categories: Das Drama knapper Güter

Freitag, 03 Januar, 2020

Das Drama knapper Güter

wird aktuell neu geschrieben

Posted by Michael Schwegler at 16:10
Edited on: Sonntag, 05 Juli, 2020 22:03
Categories: Das Drama knapper Güter