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Samstag, 11 Juli, 2020

Impressum und Links zu den Texten (überarbeitet)

Die Texte, die zum Verständnis des Buchprojekts "Ende der Revolutionen" bis heute vorliegen, sind für eine erste Begegnung mit dem Projekt vermutlich ausreichend. Im Verlauf des Schreibens der vorliegenden Webseiten hat sich der Autor entschieden, sein Drittes Buch "Über den Weg" des Manuskripts "Ende der Revolutionen" in Teilen neu zu schreiben. Die Ereignisse während der Corona-Pandemie sollen mit den Ereignissen in Venezuela, dem inzwischen seit den 1960iger Jahren herrschendem Embargo der USA gegen Kuba, die alle noch Ausdruck der nach wie vor herrschenden Monroe-Doktrin sind und zuletzt auch das Geschehen in Beirut provozieren förmlich Ergänzungen. Es ist kein Glaube, es sind Fakten, die weltweit davon zeugen, dass die Revolution des Bürgertums, die mit dem Protestantismus im 16. Jahrhundert begonnen hat, beendet werden muss. Aktuell und zuletzt: Der durch die griechische Regierung wieder angefachte Streit um die Verfügungs- und Eigentumsrechte über Gasvorräte im östlichen Mittelmeer muss auf die Kernfrage reduziert werden: Mit welchem Recht behaupten nationale und internationale politische Kader, dass sie diesen Bodenschatz heben dürfen?

Mit dem weltweit herrschenden Recht auf Eigentum an Boden, das wir durchgesetzt haben und das unser Militär ihnen garantiert, rufen die politischen Vasallen des exponierten Standes der Bürger und ihre Zeitungen drucken und auf allen Kanälen ihres Medienimperiums verkünden sie es. In das inzwischen nahezu weltweit herrschende bürgerliche Sachenrecht sind diese Kader alle erfolgreich als willfährige Knechte eingebunden worden. Aber egal wie sie heißen, wie sie ihre Führer nennen, ob diese sozialistisch oder nationalsozialistisch denken, ob sie royal oder katholisch gesinnt sind, sie können sich nicht freisprechen: Gemeinsam vergehen sich an der Natur: Deus sive Natura.

Hier muss keine Verschwörungstheorie bedient werden, hier reicht das Wissen um die geschichtlichen Ereignisse, die bequem heute sogar in Artikeln für Jedermann konsumiert werden können. Es ist das Sachenrecht, das eiserne Band, das den Stand der Bürger zusammenhält und das durch den Imperator Napolen Bonaparte geschaffen wurde: Dies ist der alles entscheidende Teil in seinem Code Civil, das er mit den übrigen durchaus zum Teil vernünftigen Gesetzen im Jahr 1804 ins Leben gerufenen und anschließend mit militärischer Gewalt durchgesetzt hat und dem inzwischen weltweit der Mensch unterworfen wird.

Es gibt keine Stände mehr, das galt in diesem verhängnisvollen Jahr allein für den Klerus und den Adel. Ihr Stand aber, der Stand der vermögenden Bürger, sollte mit dem Bürgerlichen Gesetzbuch ewiglich herrschen. Sie setzten nach dem Erfolg der napoleonischen Truppen längst weltweit auf unterschiedliche politische Agenten und beuten, gegründet auf das Sachenrecht, mit Hilfe der massenhaften Lohnarbeiter den Planeten Erde aus. Auch der Anstieg des Anteils des Kohlemdioxids in der Atmosphäre zeugt von diesem Fakt. Das danach noch im 19. Jahrhundert aus entbehrungsreichen Kämpfen hervorgegenagene negative Potential, das mit klassenbewußten Lohnarbeitern zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereit stand und Willens war, den Stand der Bürger samt ihrem Staat abzuschaffen, wurde durch die Propaganda und das aktive Eingreifen sozialdemokratischer Führer zerstört und von Faschisten endgültig beseitigt, es wird es in organisierter Form nicht mehr geben. Nichts aber rechtfertigt diese Ausbeutung. Auch die weltweit herrschende Armut rechtfertigt das Verbrennen fossiler Stoffe nicht und nur das gemeinsame vernünftige Handeln der Menschen könnte die Armut beseitigen und damit ein gewisses Maß an Gleichheit aller Menschen wieder herstellen.

Die in Deutschland nach 1945 wieder restaurierte Totalität des Bürgerlichen Rechts kann mit dem Urteil vom 10. April 2020 definitiv belegt werden. Richter der 2. Kammer des Bundesverfassungsgerichts dokumentieren mit diesem Urteil, wie das höchste Gut einzelner Menschen durch eine Güterabwägung in einem klar umrissenen und erkennbaren Fall zugunsten der irrationalen Güter des Staates juristisch abgewiesen wurde. Die Staatsräson, der Götze Staat, wie ihn Nietzsche eindrucksvoll beschrieben hat, wurde wieder introhnisiert. Sie sind wieder da: Willfährige Richter. Sie werden wieder prägend für die weitere Entwicklung in der Postmoderne sein. Die Unterwerfung der menschlichen Vernuft unter das bürgerliche Recht hat wieder ein Ausmaß erreicht, das nur noch erträglich ist, weil jeder Einzelne noch die Möglichkeit hat, in alternative Netzwerke zu wechseln und diese auch aufbauen könnte oder zumindest mit anderen diese gemeinsam noch gestalten kann. Das bestehende und übermächtig erscheinende Netzwerk Staat wird er dabei nicht verlassen zu können: Noch im Geburtsakt wird der Mensch diesem Netzwerk "von Rechts wegen" auf Gedeih und Verderb unterworfen. Aber er könnte an den Voraussetzungen des Überlebens der Menschheit heute bereits mitwirken: Mit alternativen nichtstaatlichen Netzwerken, die der einzelne Mensch aufsuchen kann und dieses als retardierendes Moment auf dem Weg der Befreiung von den Fesseln des Staates einmal nutzen könnte. Diese sind heute entweder gar nicht mehr, oder neuerdings nur noch sehr rudimentär vorhanden. In einigen erst im Entstehen begriffenen Netzwerke versuchen die politischen Parteien, sofort wieder "ihren Fuß" zu setzen. Die "Fridays for Future"-Bewegung ist dafür ein Beispiel. Andere, z. B. die bürgerlich und scheinbar juristisch fest verankerte Generationen-Stiftung versucht seit dem Jahr 2013 als Geschäftsmodell gegründet wenigstens aufzuklären, retardierend taugt sie nicht. Zielführender wirken hier die seit vielen Jahren locker miteinander kooperierenden Freien Theatern und viele andere. Hervorragend könnten natürlich die politisch Autonomen hier wirken, wenn sie sich mehr ihrer historischen Aufgabe der Aufklärung bewusst wären und die Grundlagen der staatlich verfassten Netzwerke ordentlich studieren würden, anstatt sich lediglich als Bürgerschreck zu bewähren.

John Locke, einer der Gründungsväter des bürgerlichen Staates, erkannte früh in der Bequemlichkeit des Bürgers den Hebel, der den Menschen veranlassen wird, sich staatliche Fessel anlegen zu lassen. "Der Mensch ist frei, doch überall liegt er in Ketten", so schrieb das Rousseau und vergaß hinzuzufügen, dass diese sich der Mensch widerspruchslos angelegen lässt. Rousseau war ein Lump. Er diente dem Bürgertum wie kein anderer und schuf mit seinem Emile den Prototyp des Verführers, die volonté général.

"Der Schnee draußen schmilzt." Diese Metapher muss reichen, um den Ernst der Lage allen Leser*innen dieses Weblogs verständlich zu machen. Es reicht nicht festzustellen, dass man nichts tun könne. Auch der einzelne Mensch kann nicht freigesprochen werden, wenn er erkennt, dass die Natur im Namen des Sachenrechts des Bürgerlichen Gesetzbuches verbrannt wird. Das Mindeste, was er tun kann, ist ein erklärtes Nein und ein persönliches Bekenntnis, an der Tilgung des Sachenrechts aus dem Bürgerlichen Gesetzbuches mitzuwirken. In demokratischen Wahlen, wenn es an der Zeit ist und davor, mit der konsquenten Verweigerung der Zweitstimme die Voraussetzungen zu schaffen. Die Zeit des bequemen Lebens der Bürger muss enden. Daneben könnte an viele bereits vorhandenen nichtstaatlichen Netzwerke, wie den zahlreichen musikalischen Vereinigungen und zentral natürlich an die seit vielen Jahren bestehenden landwirtschaftlichen Kooperativen angeknüpft werden, wenn die entscheidenden Merkmale eines nichtstaatlichen Netzwerkes dort eingeführt und beachtet werden.

Hier könnte eine aktive Mitarbeit hin zu wahrhaften nichtstaatlichen Netzwerken führen, die sich also keinem bürgerlichem Recht, dem Vereinsrecht etwa und auch keiner staatlichen Aufsicht unterwerfen und für eine Zukunft in (Teil-) Freiheit außerordentlich als Keimform einer zivilen Gesellschaft wertvoll werden könnten, um nicht der weiter fortschreitenden Klimaveränderung tatenlos weiter zusehen zu müssen. Der Entwicklung herrschaftsfreier Netzwerke und der Abschirmung staatlicher Einflussnahme gilt künftig der Inhalt weiterer Texte. Der Staat wird diese Netzwerke weiterhin unter sein Recht zwingen und jeder tut gut daran, den Anordnungen zu folgen ! Anerkennen aber muss kein Mensch diese Anordnungen: Befolgen ja, anerkennen nein. Der Mensch ist Natur, nicht Staat. Das Gut ist wichtiger als die Güter: De libero arbitrio.

Ein Impressum auf jedem Weblog, der zur Meinungsbildung beiträgt, fordert der Staat. Der Staat und seine Bürger sind nicht gleich. Der Staat stellt die Obrigkeit dar und daran hat sich gegenüber der alten Zeit nichts geändert. Geändert hat sich, dass sich in der Moderne der Obrigkeitsstaat demokratisch nennt. Als er noch fürstlich daherkam, war er wenigstens redlich. Jetzt lügt er, wie das Nietzsche so hervorragend geschrieben hat.

Weil nun Dialektik allein auf der Formseite, dem Recht, stattfindet und nicht ausgeschlossen werden kann, dass findige Juristen ihr Geschäftsmodell der Abmahnung auf gläubige Richter gründen, muss heute Vieles bedacht werden, um der Formseite zu genügen. Einem staatlich zugelassenen und geprüften Juristen könnte es nämlich gelingen, dass seine Behauptung, dass ein als Link zu erkennender Begriff nicht von einem durchschnittlichen und ordentlichen Staatsbürger als Link selbstverständlich erkennbar sei und von einem narzistischen Richter unterstützt wird. Deshalb ist für den obrigkeitsstaatlich orientierten Protestanten und für alle Juristen ausdrücklich und im Folgenden der Hinweis gegeben: Wenn Sie hier klicken, d.h. mit Ihrem Eingabegerät, einer sogenannten Maus etwa, auf das unterstrichene Wort und meist farblich hervorgehorbene hier klicken, das Wort "hier" zuvor besser noch markieren und anschließend mit der rechten Maustaste den Link auslösen, sollte das Impressum aufgerufen werden.

P.S.: Ach wie einfach war es im Jahr 1782 noch, als die Wege kurz waren und Friedrich Schiller durch einfachen Ortswechsel sich dem Zugriff des Staates entziehen konnte. Fortschrittliche Fürsten gab es, dümmliche und einfältige Fürsten gab es. Dazwischen wandelte der natürliche Mensch und entwickelte sich.

Edward Snowden musste einen weiten Weg gehen, um sich dem Zugriff des Staates zu entziehen. Er lebt sogar in einer postmodernen neuen Zeit, die Glauben machen will, dass mit Auschwitz der Terror der Moderne überwunden worden sei.

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Posted by Michael Schwegler at 9:19
Edited on: Dienstag, 22 September, 2020 19:54
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